„Das bisherige System ist nicht nur reformbedürftig, sondern auch teuer. Wir straffen das gesamte System, machen es transparenter, um so Warteschleifen bis zum Eintritt in die Berufsausbildung deutlich zu verringern. Auch soll vermieden werden, dass Jugendliche in Ersatzmaßnahmen, die nicht zu einem Abschluss führen, hineingedrängt werden. Stattdessen ermöglicht BQool@School ein ganzheitliches pädagogisches Konzept, verbunden mit individueller Lernbegleitung und -beratung sowie sozialpädagogischer Betreuung“, so Commerçon.
Der grundlegende Reformansatz ist notwendig geworden, um das das seit Jahrzehnten bestehende System im Übergangsbereich an die veränderten Bedingungen der Lebens- und Berufswelt anzupassen. Auch im Koalitionsvertrag zwischen CDU und SPD Saar für die aktuelle Legislaturperiode wurde dieses Ziel definiert. Zielsetzungen sind u.a. eine umfassende Berufsorientierung, eine zielgerichtete Ausbildungsvorbereitung und der bessere Einstieg in die Berufswelt.
Dazu werden die bisherigen ausbildungsvorbereitenden Bildungsgänge an der Berufsschule zu einer einheitlichen Ausbildungsvorbereitung zusammengefasst. Zugang zur Ausbildungsvorbereitung haben künftig alle Schüler*innen, die die allgemeine Vollzeit-Schulpflicht erfüllt haben. Die zweijährigen Berufsfachschulen sollen künftig allen Schüler*innen mit Hauptschulabschluss offenstehen. Der Hauptschulabschluss mit einem qualifizierten Notendurchschnitt von 3,0 entfällt als Zugangsvoraussetzung.
Somit werden Bildungsschleifen abgebaut und mehr Schüler*innen erhalten Zugang zum mittleren Bildungsabschluss. Auch in den Berufsfachschulen wird die Struktur den beschriebenen Anforderungen angepasst. Die zweijährigen Berufsfachschulen gliedern sich künftig in eine Fachstufe I und eine Fachstufe II. Gleichzeitig wird die Fachstufe I der Berufsfachschule dualisiert und der Einstieg in eine Berufsausbildung wird mit Abschluss der Fachstufe I erleichtert.
















