Bei einem Vor-Ort-Termin überreichte Innenminister Klaus Bouillon gestern, Donnerstag, 16. Januar 2020, einen Förderbescheid in Höhe von 75.000 Euro an den Vorstandsvorsitzenden der Synagogengemeinde Saar, Richard Bermann. Mit dem Geld werden zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz der Synagoge gefördert.

„Es gehört zu unseren vorrangigen Aufgaben, für die Sicherheit all unserer Bürgerinnen und Bürger zu sorgen und sie vor Hass und Gewalt zu schützen. Vor diesem Hintergrund begrüße ich es sehr, dass wir die Synagogengemeinde auf diese Weise unterstützen können“, sagte Innenminister Klaus Bouillon.

Richard Bermann fügte hinzu: „Für die jüdischen Gemeinden weht der Wind wieder deutlich rauer. Antisemitismus und Rassismus sind verstärkt wahrnehmbar. Das Attentat auf die Synagoge in Halle vom vergangenen Oktober hat dies nur allzu deutlich gemacht. Dieses Attentat, aber auch die verbalen und körperlichen Angriffe auf jüdische Menschen und Angriffe auf jüdische Einrichtungen zeigen, wie groß die Gefahr geworden ist.“

Den Besuch von Innenminister Klaus Bouillon bei der Synagogengemeinde Saar empfinde die Gemeinde „als ein Zeichen der Solidarität“. Bermann weiter: „Der Besuch des Ministers gibt uns zudem Gelegenheit, ihm für seine bisherige Hilfe bei der Sicherung unserer Einrichtung zu danken.“

Der Beauftragte für jüdisches Leben im Saarland und gegen Antisemitismus, Prof. Dr. Rixecker, betonte ebenfalls die Wichtigkeit solcher Unterstützungsleistungen: „Die heutige äußerst dankenswerte Unterstützung der jüdischen Gemeinschaft an der Saar durch den Innenminister, aber auch die engen und guten Kontakte der saarländischen Polizei mit der Synagogengemeinde zeigen, dass im Saarland alle notwendigen Vorkehrungen getroffen sind, um Gefahren für Leib oder Leben ihrer Mitglieder aber auch der vielen Besucherinnen und Besucher der Synagoge in Saarbrücken abzuwenden.“

 

 

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