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Zum 1. September 2018 wurden 35 neue Rechtsreferendarinnen und Rechtsreferendare zum Vorbereitungsdienst im Saarland zugelassen.

Das Referendariat gliedert sich in vier Pflichtstationen und eine Wahlstation, in denen die Referendarinnen und Referendare jeweils für einige Monate in verschiedenen Rechtsgebieten – bei einem ordentlichen Gericht in Zivilsachen, bei einer Staatsanwaltschaft oder einem Gericht in Strafsachen, bei einer Verwaltungsbehörde und bei einem Rechtsanwalt – praktisch ausgebildet werden.

Anlässlich ihres heutigen Dienstantritts erklärte Justiz-Staatssekretär Roland Theis: „Die Rechtsreferendarinnen und Rechtsreferendare von heute gestalten bald die Justiz von morgen – sei es in Anwaltskanzleien, in Wirtschaftsunternehmen, in der saarländischen Verwaltung oder in der saarländischen Justiz. Sie werden im Rahmen ihrer Ausbildung erfahren, dass die Justiz ständigen Veränderungen unterliegt. 

Fast täglich treffen Gerichte neue Entscheidungen, so z.B. in Asylverfahren, im Bereich des Verbraucherschutzes oder in Strafsachen. Dabei fließen immer häufiger auch europäische und internationale Rechtsquellen mit ein. Darauf müssen sich die angehenden Juristinnen und Juristen täglich neu einstellen und reagieren können.“

Roland Theis betonte: „Mit der uneingeschränkten Bereitstellung eines kostenfreien Onlinezugangs zu den juristischen Datenbanken beck-online und juris für die gesamte Dauer des juristischen Vorbereitungsdienstes war das Saarland bundesweit Vorreiter. Als erstes Bundesland mit diesem Angebot an die Rechtsreferendarinnen und Rechtsreferendare haben wir die Qualität unserer Juristenausbildung und die Attraktivität des Justizstandortes Saarland deutlich gesteigert. Wir legen damit einen bedeutenden Grundstein dafür, dass der juristische Nachwuchs am Puls der Zeit bleibt und sich optimal auf die zweite juristische Staatsprüfung vorbereiten kann“.

Die saarländische Justiz zeigt mit der Bereitstellung der juristischen Datenbanken, dass sie bereit ist, im Wettbewerb mit anderen Bundesländern durch gute sachliche Ausstattung bereits im juristischen Vorbereitungsdienst die klügsten Köpfe zu gewinnen. „Dies ist notwendig, um den zukünftigen Herausforderungen an die Justiz gerecht zu werden, die immer europäischer, internationaler und digitalisierter wird. Unserem juristischen Nachwuchs geben wir Werkzeuge an die Hand, um sich diesen anspruchsvollen Herausforderungen jederzeit zu stellen“, so der Staatssekretär.