Auch das Saarland hat sich mit seinem Konsortium für die Bewerbung um einen European Digital Innovation Hub (EDIH) an der ersten EDIH-Konferenz beteiligt. Bei der 2-tätigen Online-Veranstaltung der EU-Kommission waren rund 2.500 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus 40 Ländern vertreten, die EU-weit untereinander über 4.600 Verbindungen geschaffen haben. 

Die Konferenz ist Teil des Auswahlverfahrens für die Bewerbung als EDIH-Standort im Programm Digital Europe. Das Saarland gehört mit der Bewerbung als „Industrial Service Digitisation and Artificial Intelligence HUB Saarland“(IDIH Saarland) zu bundesweit 33 möglichen EDIH‘s, die vom Bundeswirtschaftsministerium ausgewählt und an die EU übermittelt wurden. Ziel der Initiative ist es, die strukturelle Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen in Wachstumsbereichen wie Künstliche Intelligenz, High-Performance Computing und Cybersicherheit zu fördern. Im Zuge der Transformation ihrer Geschäftsprozesse stellen gerade KMU fest, dass sich die forcierte Digitalisierung positiv auf ihr Geschäftsmodell auswirkt. Um zu profitieren, sind allerdings zielgerichtete Investitionen und neue Wertschöpfungsstrukturen notwendig. Diese Entwicklungen sollen die EDIH in ganz Europa unterstützen und begleiten.

Die künftigen Digital Innovation Hubs werden zu je 50 Prozent aus EU-Mitteln und den Mitgliedsstaaten finanziert. Im saarländischen Konsortium sind mit dem Zentrum für Mechatronik und Automatisierungstechnik (ZeMA), dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), dem August-Wilhelm-Scheer Institut für digitale Produkte und Prozesse (AWSi), dem East Side Fab e.V. und saaris e. V. notwendige Kompetenzen in Forschung, Ergebnistransfer, Training und Netzwerkarbeit komplementär ergänzend vorhanden, um sich regional und europaweit als Kompetenzträger für den produktiven Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Industrieumfeld zu etablieren.

Aktuell erarbeitet das Konsortium den so genannten Langantrag des Bewerbungsprozesses und beschäftigt sich intensiv mit der Einbindung weiterer Institutionen der Groß- und Grenzregion als strategische Netzwerkpartner. Gemeinsam mit den Akteuren der Hubs in der Großregion, insbesondere Luxemburg, sollen die Aktivitäten neben dem regionalen Engagement auf europäische Ebene gehoben und intensiviert werden. Mit einer finalen Entscheidung über eine erfolgreiche Bewerbung ist im Sommer 2021 zu rechnen.  Spätestens nach dem Sommer sollen die EDIH in ganz Europa ihre Arbeit aufnehmen.

Mit Hilfe des geplanten EU-Programms „Digitales Europa“ soll ein flächendeckendes Netz von European Digital Innovation Hubs (EDIH) in der europäischen Union aufgebaut werden. Für Deutschland sind ca. 18-30 EDIHs vorgesehen. Die tatsächliche Anzahl wird von den zur Verfügung stehenden Mitteln der Europäischen Kommission abhängen. Saarländische Unternehmen, die nicht auf die Einrichtung der EDIH’s warten möchten, können z.B. im Kompetenzzentrum Mittelstand 4.0 den Weg zu mehr digitaler Wertschöpfung entwickeln und dabei mit dem Förderprogramm „DigitalStarter Saarland“ kleinere Vorhaben der Digitalisierung ihrer Wertschöpfungsketten bezuschusst bekommen. Seit 2018 fördert DigitalStarter Saarland kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit Sitz im Saarland. Bis zu 10.000 Euro Förderung bei der Investition in digitale Projekte sind möglich. Die Netzwerkstelle DiNet – Digitalisierung in Wirtschaft und Arbeitswelt im MWAEV berät und unterstützt bei der Antragstellung.

Weitere Informationen unter www.digitalstarter.saarland.

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