Bild: Diana Röll

Aufgrund der derzeit schwierigen finanziellen Situation beim Deutschen Roten Kreuz DRK Kreisverband Homburg stehen die Leistungen der Integrationshilfe „auf der Kippe“, so dass ein wirksamer Rettungsschirm dringend geboten erscheint, so die Forderung des Betriebsrats des DRK KV Homburg und des Kreisverbands der DIE LINKE.Saarpfalz in einer gemeinsamen Stellungnahme. 

„Ein Hinauszögern von Hilfen – auch im Zuge der Corona-Pandemie – ist mit Blick auf betroffene Familien und ihre Kinder sowie die Beschäftigten nicht zu verantworten“, so Barbara Spaniol, Landtagsvizepräsidentin, Fraktionsvorsitzende im Stadtrat Homburg und Vorsitzende der DIE LINKE Saarpfalz.

Der DRK Kreisverband Homburg zahle immerhin Tariflöhne, so die Betriebsratsvorsitzende Jasmin Scholz. „Die Zahlungen für die Integrationshilfe seitens der Kreise und dem Landesamt reichen dem DRK Kreisverband Homburg nicht aus, um die Tariflöhne weiterhin zu zahlen. Ein weiteres Problem stellt die nachträglich ausgesprochene Kürzung von Leistungen – von anfänglich 100%, auf max. 75% der Beträge – durch den Landkreistag dar.“

Scholz und Spaniol weiter: „Die Integrationshelferinnen und –helfer leisten eine ganz wichtige Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, auf welche gerade die Schulen, die vor der Wiederaufnahme des Regelbetriebs nach den Sommerferien stehen, nicht verzichten können. Vor diesem Hintergrund ist es unumgänglich, dass Kreis und Land mehr Mittel aufbringen müssen, damit die Integrationshilfe seitens des DRK Kreisverbands Homburg im Sinne der betroffenen Familien weiterhin gesichert fortgeführt werden kann. Die Stadt Homburg und der Saarpfalz-Kreis können es sich nicht leisten, kurz vor Schulbeginn ohne Integrationshilfe mit ihren Helferinnen und Helfern dazustehen. Die Suche nach einem neuen Träger dieser Leistungen geht zu Lasten der Kinder, die ihre Bezugspersonen nicht missen sollten.“

Zeitnahe Lösungen seien also dringend notwendig. Hier müsse der öffentliche Druck erhöht werden, „denn es geht um Kinder“, so Scholz und Spaniol. „Daher fordern wir Kreis und Land auf, umgehend tätig zu werden. Für alle Lebensbereiche gibt es einen Rettungsschirm – dieses Recht haben auch diejenigen, die auf Integrationshilfe angewiesen sind“, so Scholz und Spaniol abschließend.

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