Das 1. Lindenfest des Ortsrates Kleinottweiler lockte überraschend viele Besucher an die alte Schule. - Foto: Rosemarie Kappler

Ein Brunnenfest ohne Brunnen aber mit Lindenbaum feierte die Dorfgemeinschaft Kleinottweiler erstmals am letzten Freitag.

Eingeladen hatte dazu der Ortsrat und der hatte dem „neuen Kind“ auch gleich einen Namen gegeben: „Lindenfest“. Mit ihm nahm gleichzeitig auch die traditionelle Kleinottweiler „Bohnekerb“ ihren Anfang. Hintergrund für die Neuerung war die mehrheitliche Auffassung im Ortsrat als Organisator, dass wegen der vielen Fragezeichen im Zusammenhang mit Corona und dem sanitären Provisorium mittels Dixi-Toiletten ausnahmsweise ein anderer Ort für das Fest gewählt werden sollte. Hygienemaßnahmen und größere Abstände seien am Brunnen nur schwer bis gar nicht einzuhalten, hatte es dazu in einer Ortsratssitzung geheißen. Die Wahl fiel deshalb auf den Vorplatz der alten Schule in der Mühlenstraße.

Weil dort zwischen Alt-Gebäude und Anbau ein prächtiger Lindenbaum als Schattenspender steht bekam das neu zu organisierende Event den Namen „Lindenfest“. Bis zum Nachmittag wurden hierzu noch Helfer gesucht. Aus eigener Kraft hätte der Ortsrat das Fest nicht stemmen können. So sicherten zum einen die Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr Kleinottweiler um Löschbezirksführer Stephan Schäfer ihre Hilfe zu. Die Mannschaft hat Erfahrung mit dem Ausrichten von Festen an der Schule, richtet sie hier doch – von Corona einmal abgesehen – alljährlich ihr bekanntes Feuerwehrfest mit Tag der offenen Tür und Erbsensuppe aus.

Auf eine leckere Spezialität konnten sich aber auch die Besucher des ersten Lindenfestes vorfreuen. Denn der Förderverein Dorfleben Kleinottweiler als weiterer Unterstützer bot mit Riesenerfolg seine delikaten „Linden-Burger“ an, Bratlinge auf Krautsalat im Weck. Gleich daneben bruzzelten auf dem Schwenker die beliebten Grill-Lyoner, ohne die das vorherige Brunnenfest nur die Hälfte wert gewesen wäre, und die nun auch wichtiger Baustein zum Erfolg des Lindenfestes wurden. Dieses lockte nicht nur rund 200 Besucher der Ortsgemeinde, sondern auch die heitere Truppe der Straußbuwe und Straußmäde, die über die Bohnekerb im Mehrschichtendienst arbeiten mussten.

Ihre Tätigkeit begann mit dem Ausgraben der Kerb und dem Schnapstrinken, das sie letzlich auch hin zum Lindenfest führte. Dort hielt Ortsvorsteher Daniel Heintz (SPD) ein lecker Fässje für das Straußenvolk seiner ASV bereit. Als besondere Gäste beim Lindenfest begrüßte der Ortsvorsteher den Bundestagsabgeordneten Esra Limbacher (SPD) und Bürgermeister Christian Prech (CDU).

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