Saarbrücken (ots) – Am Samstag, 2. Mai 2026, ist im Saarbrücker Ludwigsparkstadion die Drittligapartie zwischen dem 1. FC Saarbrücken und dem SV Waldhof Mannheim ausgetragen worden. Die Polizei Saarland war mit zahlreichen Kräften im Einsatz und wurde von Beamten aus Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz unterstützt. Nach Abschluss des Einsatzes sprach die Polizei von einer durchwachsenen Bilanz.
Bereits auf der Anfahrt der Gästefans stoppte ein Fanbus auf der A 620 im Bereich der „Alten Brücke“, aus dem einzelne Personen ausstiegen. Einsatzkräfte sorgten dafür, dass die Personen in den Bus zurückkehrten, der anschließend weiter in Richtung Stadion begleitet wurde. Rund um den Bahnhof sicherte die Polizei den Bereich, um ein Aufeinandertreffen rivalisierender Fangruppen zu verhindern, und sprach dazu mehrere Platzverweise aus.
Beim anschließenden Fanmarsch vom Bahnhof zum Stadion richtete die Polizei mehrere Sperren ein, wodurch es kurzfristig zu Verkehrsbehinderungen kam. Aus dem Gästeblock wurden vereinzelt Flaschen geworfen, auch in Richtung der eingesetzten Beamten. Verletzte gab es dabei nicht.
Beim Einlass verweigerte die aktive Fanszene des Heimvereins zunächst den Stadionzutritt. Hintergrund war die sichtbare Präsenz von Polizeikräften im Bereich der Saarlandhalle. Nach einem Kooperationsgespräch beruhigte sich die Lage, und die Fans gingen in das Stadion.
Während der Begegnung griff ein Zuschauer im Heimbereich eine Mitarbeiterin eines Getränkestands körperlich an und verletzte sie leicht. Die Polizei leitete ein Strafverfahren ein. Kurz vor Spielende wurden im Gästebereich mehrfach Böller gezündet. Zudem kam es zu gegenseitigen Provokationen zwischen Fans im angrenzenden Heimbereich und dem Gästeblock. Der Ordnungsdienst verwies in diesem Zusammenhang fünf Zuschauer aus dem Heimbereich des Stadions. Nachdem ein Fan im Bereich der Gegentribüne die Absperrung überstiegen und den Innenraum betreten hatte, stellte der Sicherheitsdienst den Mann und führte ihn aus dem Stadion. Anschließend überstieg auch ein Gästefan den Zaun. Er wurde von Polizeikräften gesichert und an den Sicherheitsdienst übergeben.
Die Rückbegleitung der Gästefans zum Bahnhof verlief weitgehend störungsfrei. Im Bahnhofsumfeld trafen dennoch vereinzelt Anhänger beider Vereine aufeinander, sodass die Polizei mehrfach eingreifen und die Gruppen trennen musste. Auch hier wurden mehrere Platzverweise ausgesprochen. Die Sperrung der Camphauser Straße wurde gegen 17.05 Uhr aufgehoben und der Verkehr wieder freigegeben.
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