Gut gefüllte Stuhlreihen im Gemeindesaal der Protestantischen Kirche in Kleinottweiler: Das jüngste Bürgergespräch, zu dem der Ortsrat im Rahmen des laufenden Dorfentwicklungsplanes eingeladen hatte, stieß erneut auf reges Interesse. Drei Themen standen auf der Agenda – die Zukunft der Blühfläche an der Dicken Eiche, der Umgang mit Starkregen und Hochwasser sowie der aktuelle Stand beim geplanten Dorfgemeinschaftshaus.
Beim Dauerthema Dorfgemeinschaftshaus gibt es offenbar Bewegung. Ortsvorsteher Daniel Heintz und Torsten Grub vom Presbyterium der Protestantischen Kirchengemeinde Niederbexbach-Kleinottweiler berichteten, dass die Verhandlungen über einen Verkauf der Kirche samt Gemeindehaus an die Stadt Bexbach bereits weit fortgeschritten seien. Im städtischen Haushalt seien Mittel für den Erwerb des Kirchengebäudes eingeplant worden, erklärte Heintz. Allerdings müssten noch offene Punkte geklärt werden. Man warte derzeit auf eine Rückmeldung der Landeskirche in Speyer, wie Grub ergänzte.
Neues tut sich auch an der Blüh- und Aufenthaltsfläche rund um die Dicke Eiche. Bernd Krüger, Vorsitzender des Fördervereins Kleinottweiler, stellte die geplante Neugestaltung vor, die im Vorfeld zwischen Saarforst, Ortsrat und der Stadt Bexbach abgestimmt wurde. Die bisherige Landesförderung für das Areal ist ausgelaufen, und die Blühflächen haben über die Jahre deutlich an Qualität eingebüßt. Als Ursachen nannte Krüger unter anderem die vor sechs Jahren angelieferte Erde sowie den hohen Pflegeaufwand, der ehrenamtlich kaum dauerhaft zu stemmen sei. Voraussichtlich am 5. Mai soll nun ein Bagger die alte Oberfläche abtragen, anschließend wird reiner Sand aufgebracht und neu bepflanzt. Die Kosten für die Maßnahme trägt der Förderverein Dorfleben.
Einen besonders ernsten Ton schlug Marco Bormann an, Ortsratsmitglied und stellvertretender Löschbezirksführer. Er informierte über das Starkregen- und Hochwasserkonzept der Stadt Bexbach mit Blick auf neuralgische Stellen in Kleinottweiler. In den vergangenen Jahren hätten sich Flutereignisse gehäuft – ausgelöst sowohl durch tagelangen Dauerregen wie beim Pfingsthochwasser als auch durch heftige Einzelgewitter. Besonders gefährdet seien bei kurzzeitigen Starkregenfällen das leicht abfallende und stark versiegelte Neubaugebiet „Rechts der Mühlenstraße“, der Bereich der Jägersburger Straße am Ortsausgang Richtung Jägersburg an der Waldrandlage sowie die Umgebung des Friedhofs.
Bei länger anhaltendem Hochwasser rücken laut Bormann vor allem die Grundstücke entlang des Feilbachs in den Fokus, etwa in der Straße Im Etzel, die beim Pfingsthochwasser bereits betroffen war. Wer sich über Schutzmaßnahmen und Vorsorgemöglichkeiten informieren möchte, findet detaillierte Informationen speziell auch für Kleinottweiler im Internet unter starkregenkonzept.de/stadt-bexbach sowie auf der städtischen Webseite Bexbach.de im Bereich Service und Info unter dem Stichwort Hochwasserschutz. Die regelmäßigen Bürgergespräche im Ort zeigen, dass der Dialog zwischen Verwaltung, Ehrenamt und Anwohnern in Kleinottweiler lebendig bleibt – und dass es an konkreten Themen nicht mangelt.



















