So sah es im vergangenen Jahr am Bistro aus. Bild: Karsten Mühmel

Es war lange Zeit ein äußerst unansehnlicher Ort, im vergangenen Jahr wurde dem Areal rund um die Minigolfanlage am Jägersburger Weiher jedoch endlich wieder Leben eingehaucht. Und zwar durch das Open Air Bistro am Minigolf, wo man gemütlich ein Bier trinken oder eine von vielen kulinarischen Spezialitäten genießen konnte. In diesem Jahr soll das Angebot noch ausgeweitet werden. Was Pächter Karsten Mühmel genau vor hat, hat er HOMBURG1 verraten.

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„Als ich gesehen habe, in welchem Zustand das Gelände war, da hat mir das Herz angefangen zu bluten“, erzählt der gebürtige Jägersburger Karsten Mühmel. In der Tat war das Areal rund um die Minigolfanlage am Weiher lange Zeit beileibe kein Ort der Erholung mehr: hoch stehendes Gras, wild wuchernde Hecken und Minigolfbahnen, die zum Spielen nicht mehr geeignet waren. Nicht viel war mehr von dem schönen Platz zu sehen, an dem Mühmel selbst früher viel Zeit verbrachte.

Grund genug für den 49-Jährigen, die Initiative zu ergreifen und die Pacht für das Gelände zu übernehmen. Das war im Frühjahr 2021, als die Corona-Pandemie voll im Gange war. Für Mühmel kein Grund, sich nicht an diesem Projekt zu versuchen. Im Gegenteil. „Das hat mir damals keine Bauchschmerzen bereitet“, erzählt der Gastronom. „Es war die richtige Zeit für so ein Objekt, weil es draußen ist und die Leute sich da wohler fühlen als in Innenräumen.“ Doch bevor es mit dem Bistro richtig losgehen konnte, musste das komplette Umfeld erst einmal auf Vordermann gebracht werden. In einem wahren Kraftakt wurde in zwei Monaten der Rasen gemäht, die Hecken zurückgeschnitten und die Anlage auch von der Sauberkeit her in Schuss gebracht. Dazu kam die Instandsetzung der Minigolfbahnen, die wiederhergestellt und gestrichen wurden.

Karsten Mühmel hat mit dem Gelände in diesem Sommer viel vor. Bild: Bill Titze

Dann erst ging es daran, das Bistro an sich herzurichten. Dazu wurde ein Ausschankwagen aufgestellt und ein „Beachbereich“ hergerichtet. 10 auf 20 Meter ist dieser „Sandkasten“ groß, ausgestattet mit Liegemöbeln und Loungemöbeln. „Da konnten die Leute sich dann zurückziehen und ihren Cocktail trinken“, erzählt Mühmel. Auch in diesem Jahr wird das wieder möglich sein. Dann wird dieser Beachbereich jedoch von der Sitzfläche her noch einmal vergrößert. Nicht die einzige Erweiterung, die Mühmel plant.

So wird es ebenso einen größeren Ausschankwagen geben. „Letztes Jahr hatten wir oft das Problem, dass die Leute weggegangen sind, wenn es geregnet hat“, schildert der Jägersburger, wieso er Handlungsbedarf sieht. „Nun wird es einen größeren Ausschankwagen geben, um den sich die Leute stellen können, ohne nass zu werden.“ Darüber hinaus werden gerade neue Container aufgebaut, die unter anderem als Küche dienen. Nicht zuletzt deshalb, weil das kulinarisch Angebot deutlich erweitert wird.

Neben einer größeren Variation an Pizzen und Schnitzel können die Gäste ab diesem Jahr auch selbstgemachte Burger genießen. „Das Rindfleisch kommt von der örtlichen Metzgerei und die Burger-Buns machen wir selbst“, so Mühmel. Hört sich nach viel Arbeit an. So möchte der Gastronom denn auch vier Mitarbeiter fest anstellen, nachdem das Bistro im vergangenen Jahr noch ein reiner Familienbetrieb war.

Beim „Alltagsgeschäft“ soll es jedoch laut Mühmel nicht bleiben. Geplant ist es, alle zwei Wochen mit einer Live-Veranstaltung für Stimmung an der Minigolfanlage zu sorgen. „Im letzten Jahr haben wir schon einmal eine Beachparty mit DJ und aufgebauter Cocktailbar gemacht, das ist sehr gut angekommen“, blickt Mühmel zurück. Aber der Jägersburger möchte diesbezüglich auch Rücksicht auf die Nachbarn nehmen. „Wenn es mit Blick auf die Lautstärke am Abend Beschwerden gibt, werden wir solche Veranstaltungen dann mittags machen.“

Derzeit ist das Gelände noch eine Baustelle. Bild: Bill Titze

Ob nun Musik am Abend oder nicht: Minigolf spielen kann man in Zukunft auch im Dunkeln. Denn die Minigolfbahnen werden mit LED-Leuchten ausgestattet; außerdem wird es in allen Farben leuchtende Bälle geben. Ein solches Highlight dürfte einstweilen auch darüber hinweghelfen, dass das alte Kiosk laut Mühmel nicht mehr betreiberfähig ist. „Dort haben wir Probleme mit Schimmel und auch die Decke kommt runter. Da kann man die Menschen nicht mehr beruhigt reingehen lassen.“

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Eine Instandsetzung würde sich für Pächter Mühmel auch kaum lohnen, schließlich wird sein Vertrag derzeit jeweils nur um ein Jahr verlängert. Bei einer Ausweitung dieses Zeitraums könnte er sich jedoch durchaus vorstellen, dort zu investieren. „Wenn ich beispielsweise eine Pacht über 30 Jahre hätte, dann würde ich das Gebäude abreißen und neu bauen.“ Das ist natürlich erst einmal nur eine Vision. Aber wer weiß schon, was Mühmel an der Minigolfanlage noch alles bewegen kann? Zunächst mal steht aber die neue Saison an. Die soll bei passendem Wetter im März beginnen.

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