Als an Pfingsten 2024 in Homburg Straßen unter Wasser standen, Keller vollliefen und Bäche über die Ufer traten, wurde vielen deutlich, wie schnell Starkregen den Alltag aus den Fugen bringen kann. Solche Ereignisse gelten inzwischen nicht mehr als Ausnahme, sondern als Folge eines Klimas, das sich sichtbar verändert – mit ganz konkreten Folgen für Städte, Dörfer und private Haushalte.
Die Stadt Homburg hat nun ihre Informationen zur Eigenvorsorge bei Starkregen und Hochwasser auf der städtischen Internetseite deutlich ausgebaut und neu gegliedert. Ziel ist es, die Bevölkerung besser über Risiken, Handlungsmöglichkeiten und Schutzmaßnahmen zu informieren und damit das Bewusstsein für die eigene Verantwortung zu schärfen. Die Verwaltung will damit erreichen, dass Menschen ihre Häuser und Wohnungen frühzeitig schützen können und im Ernstfall wissen, was zu tun ist.
„Die Folgen des Klimawandels sind längst spürbar – auch in Homburg“, erklärt Andrea Lippmann, Klimaschutzmanagerin der Stadt Homburg. „Starkregenereignisse treten häufiger und intensiver auf. Deshalb ist es entscheidend, dass wir als Stadt, aber auch jede und jeder Einzelne, gut vorbereitet sind.“ Nach Einschätzung der Fachleute ist durch die anhaltende Erwärmung in den kommenden Jahren mit weiteren Extremniederschlägen zu rechnen. Homburg arbeitet deshalb nach eigenen Angaben kontinuierlich daran, Risiken durch Starkregen und Hochwasser zu verringern.
Ein zentraler Baustein ist das Starkregenvorsorgekonzept, das sich derzeit in der Endphase befindet und vom Land zu 90 Prozent gefördert wird. Gemeinsam mit einem Fachbüro wurden dafür Gefahrenkarten erstellt und kritische Punkte in allen Stadtteilen erfasst und bewertet. In mehreren Bürgerworkshops wurden zudem konkrete Vorschläge gesammelt, wie sich Risiken mindern lassen – von baulichen Anpassungen über organisatorische Vorkehrungen bis hin zu einer verbesserten Kommunikation im Ereignisfall.
„Wir nehmen das Thema Hochwasserprävention sehr ernst und investieren sowohl in Infrastruktur als auch in Aufklärung“, erklärt Oberbürgermeister Michael Forster. „Denn Eigenvorsorge beginnt im eigenen Zuhause – wir möchten die Menschen in Homburg dabei unterstützen, sich und ihr Eigentum bestmöglich zu schützen.“ Nach Angaben der Stadt soll die Kombination aus technischen Maßnahmen auf kommunaler Ebene und gut informierten Anwohnern dazu beitragen, Schäden künftig zu begrenzen.
Die neu gestaltete Informationsseite bündelt zahlreiche Hinweise, Downloads und Verweise auf weiterführende Angebote. Dazu gehören Informationen zur Starkregenwarnung über die NINA-App, Erläuterungen zu Rückstausicherungen und zum Schutz der Grundstücksentwässerung ebenso wie Tipps der Feuerwehr Homburg zum richtigen Verhalten bei Starkregen und Hochwasser. Ergänzt wird das Angebot durch erklärende Texte zu Ursachen und Risiken von Starkregen.
Unter www.homburg.de, im Bereich „Rathaus → Umwelt und Klima → Starkregen- und Hochwasservorsorge in Homburg“, sind die Inhalte gebündelt abrufbar. Dort finden Interessierte die Starkregengefahrenkarten, Empfehlungen zur privaten Eigenvorsorge, Hinweise zu Versicherungsschutz und möglichen Förderungen sowie verschiedene Downloads mit Checklisten und Schutzmaßnahmen. Die Stadt will so einen zentralen Anlaufpunkt schaffen, der sowohl für erste Informationen als auch für eine vertiefte Vorbereitung genutzt werden kann.
Um die Ergebnisse des Vorsorgekonzepts und die in der Fläche wirksamen Maßnahmen vorzustellen, plant die Stadt Homburg einen Informations-Workshop im Februar 2026. Eingeladen sind interessierte Bürgerinnen und Bürger, die sich über bereits umgesetzte Schritte und weitere Planungen informieren möchten. In der Veranstaltung soll erläutert werden, welche kommunalen Projekte derzeit laufen, welche Maßnahmen als nächstes vorgesehen sind und wie diese in den Stadtteilen umgesetzt werden sollen.
Detaillierte Angaben zu Ablauf, genauen Terminen und Inhalten des Workshops will die Stadt zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlichen. Klar ist bereits jetzt, dass die Verwaltung auf einen offenen Austausch mit der Bevölkerung setzt. „Wir möchten transparent machen, was die Stadt bereits unternimmt – und gleichzeitig zeigen, wie jede und jeder einen Beitrag leisten kann. Hochwasserschutz gelingt nur gemeinsam!“, betont Andrea Lippmann.






















