Quelle: www.arbeitsagentur.de
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Nach 16 Jahren an der Spitze der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit ist Heidrun Schulz in den Ruhestand verabschiedet worden. Bei einer feierlichen Zeremonie in Saarbrücken würdigten die Ministerpräsidenten beider Bundesländer ihre langjährige Arbeit – Anke Rehlinger persönlich vor Ort, Alexander Schweitzer, der terminlich verhindert war, mit deutlichen Worten der Anerkennung.

Seit Anfang 2010 hatte Schulz die Regionaldirektion geleitet und damit die Umsetzung der Arbeitsmarktpolitik in Rheinland-Pfalz und im Saarland verantwortet. In dieser Zeit wirkte sie in zahlreichen Gremien mit, darunter der Transformationsrat, der Ovale Tisch und der Beschäftigungsbeirat in Rheinland-Pfalz. Gemeinsam mit den Landesregierungen begleitete sie zentrale arbeitsmarktpolitische Initiativen und Gesetzesänderungen – stets mit dem Ziel, Beschäftigung zu sichern und den Strukturwandel sozialverträglich zu gestalten.

Ministerpräsidentin Rehlinger hob besonders das Engagement für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit hervor. „Heidrun Schulz hat früh erkannt, dass gute Arbeitsmarktpolitik nicht an Landes- oder Staatsgrenzen endet“, sagte sie. „Sie hat mit ihrer Arbeit Brücken gebaut, neue Perspektiven eröffnet und die Zusammenarbeit in der Region ganz konkret vorangebracht. Dafür gebührt ihr große Anerkennung.“ Unter Schulz‘ Führung wurde die Kooperation in den EURES-Netzwerken ausgebaut und die Interregionale Jobmesse in Saarbrücken zu einem Vorzeigeprojekt der Großregion entwickelt. Rehlinger bezeichnete die scheidende Direktorin als „verlässliche Partnerin“ mit „großer fachlicher Kompetenz, Weitsicht und einem starken Gespür für die Herausforderungen der Menschen“.

Auch Ministerpräsident Schweitzer fand klare Worte des Dankes. „Heidrun Schulz hat die Beschäftigungspolitik in unserer Region entscheidend mitgestaltet, auf ihren Einsatz und ihre Expertise konnten wir uns immer verlassen“, erklärte er. Er erinnerte an gemeinsame Projekte wie die Transformationsagentur und den Jobcoach, die beide Seiten zusammen auf den Weg gebracht hätten. Schulz habe stets dafür gearbeitet, „den Menschen in Rheinland-Pfalz, dem Saarland und unseren europäischen Nachbarregionen neue Chancen zu eröffnen – das war ihr Herzensanliegen“. Zugleich betonte Schweitzer, dass die enge Partnerschaft mit der Regionaldirektion auch künftig fortbestehen werde, denn „gerade in Zeiten des Wandels ist diese Partnerschaft von großer Bedeutung für die Menschen in unseren Ländern“.

Arbeits- und Sozialministerin Dörte Schall, die Schweitzer bei der Veranstaltung vertrat, ordnete den Abschied noch einmal ein. „Mit Heidrun Schulz verabschieden wir heute nicht nur die Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland, sondern auch eine Persönlichkeit, die den Arbeitsmarkt unserer Region über viele Jahre hinweg maßgeblich geprägt hat“, sagte Schall. Sie beschrieb Schulz als „kluge und vorausschauende Gestalterin“ mit hoher Fachkompetenz und klarem Gestaltungswillen und wünschte ihr für den neuen Lebensabschnitt alles Gute.

Die Nachfolge ist bereits geregelt. Übergangsweise übernimmt Walther Hüther die Leitung, der bislang als Mitglied der Geschäftsführung tätig war. Ab dem 1. Juni 2026 wird Ulrike Mohrs die Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland dauerhaft führen. Damit steht auch in Zukunft eine Frau an der Spitze der Behörde, die für rund sechs Millionen Menschen in zwei Bundesländern arbeitsmarktpolitische Weichen stellt.

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