Asiatische Hornisse - Foto: Hardy Welker
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Der NABU Homburg schlägt Alarm: Die invasive Asiatische Hornisse (Vespa velutina nigrithorax) hat sich im Raum Homburg in kurzer Zeit stark vermehrt. Innerhalb weniger Wochen wurden mehrere Nester entdeckt und beseitigt. Fachleute warnen vor den ökologischen Folgen – insbesondere für heimische Insekten, die Imkerei und den Obstanbau. Der NABU ruft daher alle Bürgerinnen und Bürger auf, aufmerksam zu bleiben und Sichtungen zu melden.

Ursprünglich stammt die Asiatische Hornisse aus Südostasien. Nach Europa gelangte sie 2004 vermutlich über Importe. Anders als die heimische Europäische Hornisse ist sie kleiner, dunkler gefärbt und leicht an den gelb-orangenen Bändern am Hinterleib sowie den gelben Beinspitzen zu erkennen. Ihre papierartigen Nester baut sie meist frei hängend in hohen Baumkronen, teilweise aber auch an geschützten Orten in geringer Höhe – etwa unter Dachvorsprüngen oder an Fassaden.

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Ihre Ausbreitung hat gravierende Folgen. Die Art ist ein geschickter Jäger und ernährt sich überwiegend von anderen Insekten – darunter Honig- und Wildbienen. Ein einziges großes Hornissenvolk kann in einer Saison mehrere Kilogramm Insekten vernichten. Dadurch geraten ganze Bestände von Bestäubern unter Druck. Für Imker bedeutet das eine erhebliche Gefahr für ihre Bienenvölker, für Landwirte drohen langfristig Einbußen im Obstanbau. Auch reife Früchte werden von der Hornisse angefressen, was zu zusätzlichen Ernteverlusten führen kann.

Asiatische Hornisse – Foto: Hardy Welker

Für den Menschen geht von der Asiatischen Hornisse keine größere Gefahr aus als von heimischen Arten. Dennoch kann sie ihr Nest vehement verteidigen, wenn man sich ihm zu sehr nähert. Besonders Allergiker sind bei Stichen gefährdet. Der NABU Homburg warnt eindringlich davor, Nester eigenmächtig zu entfernen. Nur geschulte Fachleute dürfen solche Einsätze übernehmen.

„Die aktuelle Häufung der Sichtungen und die schnelle Beseitigung von einem Dutzend Nestern durch die Helfer des Velutina Netzwerk Saar zeigen, wie wichtig koordinierte Aktionen sind“, betont NABU-Sprecher Hardy Welker. Das Netzwerk arbeitet eng mit dem NABU zusammen und dokumentiert alle Funde. „Unsere Erfahrung und unser Engagement sind entscheidend, um die Ausbreitung zu bremsen und unsere heimischen Bestäuber zu schützen.“

Für den NABU ist die Zusammenarbeit mit der Bevölkerung ein zentraler Bestandteil dieser Aufgabe. Jeder Hinweis kann helfen, neue Nester frühzeitig zu entdecken und gezielt zu bekämpfen. Wer eine Asiatische Hornisse oder ein Nest sieht, sollte Abstand halten, wenn möglich ein Foto machen und den Fund online über das Velutina-Meldeportal unter www.velutina-saar.de melden. Dort stehen geschulte Fachleute bereit, um schnell zu reagieren und die Tiere sicher zu entfernen.

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„Nur durch konsequentes Handeln und das Zusammenspiel von Bürgerinnen, Experten und Behörden können wir die Bedrohung für unsere Natur eindämmen“, so Welker weiter. Der NABU Homburg appelliert daher an die Bevölkerung, aufmerksam zu bleiben – im Garten, beim Spaziergang oder auf dem Feld. Jede Meldung zählt, denn die Asiatische Hornisse hat im Saarpfalz-Kreis längst Fuß gefasst.

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