Bild: Bill Titze.
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Seit Ende 2020 wird auf dem ehemaligen Praktiker-Gelände in Kirkel eifrig gewerkelt, nun ist das geplante Polizeizentrum Guy-Lachmann fast fertig. Im Frühjahr 2023 sollen hier Bereitschafts- und Verkehrspolizei sowie die Hundestaffel einziehen. Ein Rundgang mit Innenminister Jost verdeutlichte die Dimensionen des 28 Millionen Euro teuren Projekts.

„Ich glaube, die Kollegen freuen sich darauf, hierher zu kommen. Das ist wirklich ein Glücksfall für sie“, erklärte der sichtlich beeindruckte Innenminister Reinhold Jost bei seinem Besuch im neuen Polizeizentrum Guy-Lachmann in Kirkel. Nagelneue Funktionshallen, ein großes Parkhaus sowie mehrere Hundezwinger – auf dem ehemaligen Praktiker-Gelände ist tatsächlich Großes entstanden. Und nicht nur der Neubau gibt einiges her, auch im Bestandsgebäude hat sich Einiges getan, seitdem die Bauarbeiten vor rund zweieinhalb Jahren begannen.

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2018 begann die Planung eines neuen Polizeizentrums in Kirkel durch die Landesentwicklungsgesellschaft Saar. Auf einer Nutzfläche von 20.000 Quadratmetern sollten hier neue Räumlichkeiten für Bereitschafts- und Verkehrspolizei sowie die Hundestaffel entstehen. „Da wir hier für den Bürger nicht ganz so zugänglich sind, wollten wir hier Spezialdienststellen unterbringen, die möglichst wenig Bürgerkontakt haben“, erklärte der Referatsleiter für Technik und Liegenschaften der Polizei im Innenministerium, Ralf Stoll, wieso gerade diese Einheiten zukünftig in Kirkel stationiert werden. Dabei sei es mit Blick auf den Kostenrahmen nicht zuletzt darum gegangen, „funktional und sparsam“ zu arbeiten. Ganz im Rahmen blieb man jedoch nicht, aus ursprünglich veranschlagten 25 werden wohl 28 Millionen Euro Baukosten.

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Zumindest die Diensthunde dürften sich über dieses Plus jedoch nicht beschweren, denn sie bewegen sich künftig in einer hochmodernen Umgebung. So wurde neben „normalen“ und Kurzzeit-Zwingern auch zwei Quarantäne-Zwinger gebaut, um kranke Hunde getrennt von ihren Artgenossen unterzubringen. Außerdem sorgt eine frostsichere und flüssigkeitsführende Fußbodenheizung in den Außenbereichen dafür, dass im Winter ordentlich sauber gemacht werden kann. Und auch mit Blick auf die umliegenden Wäldern erscheint die Umgebung für die Hunde und ihre „Herrchen“ ideal. „Uns war es mit Blick auf die Zaunanlage wichtig, dass die Diensthundestaffel auch die Möglichkeit hat, sich ins Gelände zu bewegen“, so Projektleiter Ralf Geisert von der saarländischen Polizei.

Projektleiter Ralf Geisert (r.) erklärte Innen-Staatssekretär Torsten Lang (l.) und Innenminister Reinhold Jost (M.) die Funktionen der verschiedenen Räumlichkeiten. Bild: Bill Titze.

Neben der Hundestaffel soll auch die Verkehrspolizei optimale Bedingungen in Kirkel vorfinden. So besticht die Anlage gleich durch mehrere, große Fahrzeughallen für PKW, Kleintransporter und Spezialfahrzeuge, in denen insgesamt 150 Fahrzeuge untergebracht werden können. Daneben gibt es eine Kfz-Werkstatt mit LKW- und Prüfhalle sowie Funktionsräume für die Mitarbeiter. Hier werden in Zukunft alle Fahrzeuge der saarländischen Polizei gewartet. Dazu stehen Hebebühnen und eine Krananlage zur Verfügung. Neben den Autos finden aber auch andere Einsatzmittel in Kirkel ihre neue Heimat. So zum Beispiel eine hochmoderne Drohne, die mit entsprechendem Zubehör in einem eigenen Raum untergebracht wird.

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Währen diese Räumlichkeiten alle neu gebaut wurden, kommt die Bereitschaftspolizei in erster Linie im Bestandsgebäude unter. Dies wurde zwar ertüchtigt, aber mit Blick auf den Kostenrahmen längst nicht komplett runderneuert. „So haben wir die Raumstruktur größtenteils beibehalten“, erklärte Projektleiter Geisert dem Innenminister. Außerdem seien längst nicht überall neue Bodenbeläge gelegt werden. Und auch die Decken wurden weitgehend übernommen. Sogar die Funktion der Räume hat sich nicht überall verändert, die Sanitäranlagen im Erdgeschoss werden weiterhin wie ursprünglich genutzt. Die Kapazitäten sollten dabei ausreichten, arbeiteten doch in Spitzenzeiten bis zu 1000 Menschen in der ehemaligen Praktiker-Zentrale. Dagegen ist das gesamte Gebäude nun auf rund 150 Bereitschaftspolizisten ausgerichtet.

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Die finden in Kirkel unter anderem einen modernen Fitnessraum, in dem auch während der Dienstzeiten trainiert werden kann, um für den Einsatz fit zu bleiben. Erfreuen dürfte die Polizisten auch, dass die Tage der Gemeinschaftsduschen gezählt sind; stattdessen sorgt nun ein Sichtschutz für Privatsphäre. Wohl auch ein Grund, wieso Innenminister Jost nach dem anderthalbstündigen Rundgang nicht mit Lob sparte. „Ich bin wirklich zutiefst beeindruckt. Die Kollegen werden das, was sie hinter sich lassen, wohl kaum vermissen.“ Bis sie einziehen können, wird es aber noch einige Monate dauern: Im nächsten Frühjahr soll der Einzug erfolgen. Die Brandmeldeanlage muss nämlich auch noch auf Vordermann gebracht werden.

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