Landrat Frank John (l.) und Oberbürgermeister Michael Forster (r.) trafen sich zusammen mit BBH-Leiterin Claudia Ohliger (hinten), AQuiS-Prokuristin Anja Lange und Carmen Scheidhauer, Fachbereichsleiterin Soziale Angelegenheiten, Integration und Ehrenamt beim Saarpfalz-Kreis (4. & 3. v. r.) mit BBH-Mitarbeiter Maged Jbara und drei Teilnehmern des Modellprojekts, Iyad Al Shalabi, Ahmad Al Fadaus und Shujaa Al Masri (2. – 4. v. l.) zum Erfahrungsaustausch. - Foto: Linda Barth
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Seit knapp einem Jahr läuft in Homburg ein Modellprojekt, das Integration durch praktische Mitarbeit fördert. In Kooperation zwischen der Stadt Homburg, dem Saarpfalz-Kreis und der AQuiS GmbH unterstützen aktuell zehn Asylbewerber den städtischen Baubetriebshof. Eingesetzt werden sie in der Grünpflege sowie in der Stadtbildpflege – bei Arbeiten wie Mähen, Unkraut jäten, Grünschnitt aufnehmen oder Müll einsammeln.

Beim Vor-Ort-Termin in dieser Woche machten sich Landrat Frank John, Oberbürgermeister Michael Forster, Claudia Ohliger als Leiterin des Baubetriebshofs, Carmen Scheidhauer als Fachbereichsleiterin im Saarpfalz-Kreis und AQuiS-Prokuristin Anja Lange ein Bild vom Projekt. Beide Verwaltungschefs betonten, wie sehr Integration durch gemeinsame Arbeit gelingen könne und dass die Maßnahme sowohl für die Teilnehmenden als auch für die Stadt und den Kreis ein Gewinn sei.

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Der Saarpfalz-Kreis unterstütze Initiativen wie diese ausdrücklich, sagte Landrat John: „Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie Integration durch praktische, gemeinsame Arbeit gelingen kann. Es stärkt nicht nur die Teilnehmenden, sondern auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserer Region.“ Auch Oberbürgermeister Forster hob den doppelten Nutzen hervor: „Mit diesem Modellprojekt übernehmen wir Verantwortung – sowohl für eine gelungene Integration als auch für ein gepflegtes Stadtbild.“

Das Projekt verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz: Es bietet den Teilnehmenden nicht nur eine feste Tagesstruktur und Einblicke in die Arbeitswelt, sondern auch die Möglichkeit, Deutsch zu lernen und soziale Kontakte zu knüpfen. Prokuristin Anja Lange betont: „Die Maßnahme erleichtert nicht nur das Erlernen grundlegender Arbeitsabläufe und den Erwerb sprachlicher Fähigkeiten, sondern gibt den Teilnehmenden auch die Möglichkeit, ihre Rolle in der Gesellschaft aktiv mitzugestalten.“

Dass das Konzept funktioniert, zeigt das Beispiel von Mayed Jbara. Er begann selbst als Teilnehmer im Projekt, erhielt später einen befristeten Vertrag und ist heute fest beim Baubetriebshof angestellt. Mittlerweile unterstützt er neue Projektteilnehmer beim Übersetzen und beim Ankommen im Arbeitsalltag.

Bislang haben 38 Asylbewerber an dem Modellprojekt teilgenommen, aktuell sind zehn Personen im Einsatz. Manche haben das Programm beendet, weil sie eine Arbeitsstelle oder ein Studium begonnen haben. Dadurch wird deutlich, dass die Maßnahme Integration auch über die Teilnahme hinaus erleichtert. Aufgrund der positiven Erfahrungen wird das Projekt bereits in weiteren Kommunen umgesetzt, darunter Gersheim, St. Ingbert und die Tafel Homburg.

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Claudia Ohliger, Leiterin des Baubetriebshofs, fasst zusammen: „Die Zusammenarbeit verläuft positiv, die Teilnehmenden sind motiviert und tragen gemeinsam mit den BBH-Mitarbeitern in interkultureller Teamarbeit zur Aufrechterhaltung des Stadtbildes bei.“

Die Verantwortlichen sind überzeugt, dass das Modellprojekt ein Gewinn für alle Beteiligten ist – für die Stadt, die Region und die Menschen, die hier eine neue Perspektive erhalten.

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