Eine lange Vorbereitung ist zu Ende, am Samstag wird es wieder ernst. Am 1. Spieltag der Regionalliga Südwest tritt der FC 08 Homburg beim FC Rot-Weiß Koblenz an. Die Koblenzer sind eine Wundertüte, ähnlich wie der FCH haben die Rheinland-Pfälzer einen großen Umbruch hinter sich. Klar ist aber auch, dass die Grün-Weißen als klarer Favorit ans Deutsche Eck fahren.

„Es sind alle fit.“ Es ist lange her, dass Homburgs Trainer Timo Wenzel diesen Satz in einer Pressekonferenz sagen konnte. Vor dem ersten Saisonspiel beim FC Rot-Weiß Koblenz ist es nun aber soweit: Es könnte sein, dass tatsächlich alle Spieler einsatzfähig sind. Ein kleines Fragezeichen steht lediglich hinter Fanol Perdedaj, der leichte Wadenprobleme hat. Ausbleibende Verletzungen sind schon einmal ein Kontrapunkt im Vergleich zur vergangenen Saison, in der gleich mehrere Stammspieler über Monate ausfielen.

Es soll aber nicht der einzige Gegensatz zur Saison 2021/22 sein. Denn auch auf dem Platz soll sich einiges ändern, Stichwort Mentalität. Da klingt es gut, wenn der neue Kapitän Mart Ristl betont, dass die Jungs „heiß“ seien. „Die Spannung steigt jetzt von Tag zu Tag.“ Solche Sätze waren jedoch auch in der letzten Runde öfters zu hören, auf dem Platz sah es gegen die vermeintlich „kleinen“ Gegner nicht selten anders aus. So auch beim Gastspiel in Koblenz am 3. Spieltag, als man mit 0:4 unterging.

Von daher ist der FC Rot-Weiß Koblenz möglicherweise tatsächlich ein erster echter Gradmesser für die Homburger. Die Mannschaft von Ex-Bundesligaprofi Oliver Reck gehört wohl zu den Mannschaften, die eher in der unteren Tabellenhälfte zu finden sein dürften. Auch deswegen, weil die Koblenzer sage und schreibe 16 Spieler neu verpflichtet haben. Teilweise erst kurz vor Rundenbeginn, sodass das Team kaum eingespielt sein dürfte. Kein Wunder, dass FCH-Trainer Wenzel noch unsicher ist, wie er die Rot-Weißen einschätzen soll. „Es ist schwierig vorherzusagen, wie sie spielen. Aber wir sind auf alles vorbereiten.“

Entscheidend dürfte letztlich ohnehin sein, dass die Grün-Weißen die Qualität auf den Platz bringen, die gerade die erste Garde ohne Frage mitbringt. Neuzugänge wie einer der besten Regionalliga-Torschützen der vergangenen Saison, Fabian Eisele, oder eines erfahrenen Profis wie Perdedaj, lassen im Umfeld nicht ohne Grund eine gewisse Euphorie aufkommen. Über 300 Dauerkarten wurden bereits verkauft, 30% mehr als in der vergangenen Saison. Deren Besitzer dürften kaum mit der Erwartungshaltung ins Stadion pilgern, nach einiger Zeit wieder Spiele um die goldene Ananas verfolgen zu dürfen.

Einen ersten Fingerzeig, wie stark die Grün-Weißen nun tatsächlich sind, könnte es im Koblenzer Stadion Oberwerth geben. Denn letztlich ist es so, wie Wenzel mit Blick auf die ausnahmslos siegreichen Vorbereitungsspiele sagt: „Wir hatten eine sehr positive Vorbereitung mit guten Ergebnissen. Aber das juckt am Samstag ab 14 Uhr niemanden mehr.“

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