Foto: S. Vogler

Sprudelndes Wasser, wirbelnde Luftströme und konzentrierte Kindergesichter vor kleinen Versuchsaufbauten: Am MINT-Campus in St. Ingbert verwandelten sich die Mädchen und Jungen der Kita am Spellenstein und der Kita Luitpold für einen Vormittag in Nachwuchsforscher. Gemeinsam erkundeten sie eine Lernumgebung, die Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik greifbar machen soll – und das mit allen Sinnen.

Schon der Auftakt war geprägt von dieser unverstellten Neugier, die Kinder vor unbekannten Dingen entwickeln. An den verschiedenen Stationen warteten Materialien, Werkzeuge und kleine Aufgaben darauf, von kleinen Händen erprobt zu werden. Statt vorgefertigter Antworten gab es Raum zum Tüfteln. Die pädagogische Idee dahinter ist klar: Nicht das korrekte Resultat steht im Vordergrund, sondern der eigene Weg zur Erkenntnis.

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Besonders die Bereiche rund um Wasser und Luft zogen die Gruppen magisch an. Mit aufmerksamem Blick verfolgten die Kinder, wie sich Stoffe verändern, sich vermischen oder plötzlich anders verhalten als erwartet. Manch ein Aha-Moment ließ Augen größer werden, als so manche Erklärung es vermocht hätte. Die begleitenden Fachkräfte hielten sich dabei bewusst zurück, gaben behutsame Impulse und halfen, das Beobachtete in Worte zu fassen.

Foto: S. Vogler

Genau hier liegt der Kern des Konzepts: Frühkindliche Bildung im MINT-Bereich lebt vom spielerischen Zugang, vom gemeinsamen Erleben und von der Erlaubnis, Fragen zu stellen – auch ungewöhnliche. Die Kinder beider Einrichtungen ließen sich auf dieses Prinzip ein und entwickelten dabei eine Dynamik, die weit über das Experimentieren hinausging.

Denn nicht nur die Phänomene aus Naturwissenschaft und Technik standen im Fokus, sondern ebenso das Miteinander. Wer eine Erkenntnis machte, teilte sie sofort mit den anderen. Wo es klemmte, half die Nachbarin oder der Nachbar am Tisch. Die beiden Kita-Gruppen wuchsen im Laufe des Tages zu einer einzigen forschenden Gemeinschaft zusammen, in der das Erklären, Zeigen und gemeinsame Staunen genauso wichtig war wie das Versuchsergebnis selbst.

Am Ende war die Bilanz eindeutig: Der Ausflug zum MINT-Campus hinterließ leuchtende Augen und jede Menge Gesprächsstoff. Bei einigen Kindern dürfte zudem etwas zurückgeblieben sein, das sich nicht in Stationen oder Experimenten messen lässt – eine erste, echte Begeisterung für die Naturwissenschaften. Vielleicht, so die Hoffnung der Beteiligten, hat dieser Vormittag tatsächlich einen Funken entzündet, aus dem später einmal die Forscherinnen und Forscher von morgen hervorgehen.

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