Cyrille Beau, Werkleiter Michelin Homburg, und Winfried Schäfer, Leiter der Runderneuerung im Michelin Werk Homburg, haben am Donnerstag gemeinsam mit der saarländischen Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer sowie Vertretern aus der Lokalpolitik eine neue Produktionsanlage für die Laufstreifenfertigung in der Runderneuerung in Betrieb genommen. Die neue, voll automatisierte und flexible Anlage belegt die Karkasse der Reifen mit einer neuen Lauffläche. Die neue Maschine ermöglicht es, auch breitere Dimensionen rundzuerneuern – ein Novum am saarländischen Produktionsstandort.
Michelin Homburg
Insgesamt erfolgen bis Ende 2017 eine Reihe weiterer Umbaumaßnahmen, sollen doch insgesamt 5 Anlagen entstehen. Dadurch soll die jährliche Produktionskapazität in Homburg von derzeit 500.000 Michelin Remix Reifen auf rund
Direktor Cyrille Beau, Michelin Homburg Foto: Aline Ditzler / Michelin
Direktor Cyrille Beau, Michelin Homburg
Foto: Aline Ditzler / Michelin
600.000 gesteigert werden. „Es ist heute ein schöner Anlass, denn mit diesen Umbauten sichern wir die Wettbewerbsfähigkeit unserer Runderneuerung in Europa.  Unsere Michelin Remix heißrunderneuerten Nutzfahrzeugreifen sind ein attraktives Angebot für unsere Kunden. Sie sind in Sachen Wirtschaftlichkeit und Leistung vergleichbar mit einem Michelin Neureifen und schonen durch ihren Herstellungsprozess zudem die Umwelt.“, erklärt Beau.
Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer lobte in ihrem Grußwort das Unternehmen für sein Engagement: „Michelin ist am Standort Saarland fest verankert und hat sich hier auch im Rahmen der sozialen Verantwortung zur Sicherung von Arbeitsplätzen engagiert. Durch diese Investitionen zählt das Homburger Werk zu den weltweit wichtigsten und innovativsten Lkw-Reifenwerken von Michelin. Es ist auch ein klares Signal für den Standort hier in Homburg, und das in einer Zeit, in der die Rahmenbedingungen nicht immer einfach sind.“ Auch Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind zeigte sich erfreut über die Einweihung der neuen Produktionsanlage: „Wir sind sehr froh über diese weitere Investition von Michelin. Das Unternehmen ist wirklich ein Glücksgriff für den Standort Homburg“.

 

Hintergrund: 

Mehr-Leben-Konzept:
Die Michelin Remix Heißrunderneuerung ist Teil des Mehr- Leben-Konzepts von Michelin. Das Unternehmen verwendet für die Michelin Remix-Produktion ausschließlich eigene Karkassen, die dank ihrer exzellenten Qualität mehrere Reifenleben halten. Dies trägt dazu bei, dass Spediteure ihre Kosten reduzieren können: Der Kunde hat die Möglichkeit, den Michelin Nutzfahrzeug-Neureifen nachzuschneiden, runderneuern zu lassen und anschließend ein weiteres Mal nachzuschneiden. Je nach Einsatzgebiet des Reifens kann die Karkasse bis zu einer Million Kilometer leisten. Mit dem Michelin Remix-Verfahren bietet der Reifen vergleichbare Sicherheit, Qualität und Leistung wie ein Michelin Neureifen – und ist dabei wesentlich preisgünstiger.
Die Heißrunderneuerung:
Im Homburger Michelin Werk wird jede Karkasse genau geprüft: mit dem Auge, aber auch mit Röntgenstrahlen, um das Innenleben zu durchleuchten. Die Diagnose entscheidet über das weitere Verfahren: geht sie in den Prozess der Runderneuerung oder nicht. Ist sie geeignet, wird die Rohkarkasse nach Abschälen, Aufrauen und eventuellen Reparaturen neu aufgebaut, mit einem frischen Laufstreifen versehen und wie ein Neureifen vulkanisiert. Eine sorgfältige Endkontrolle mit Sicht-, und Druckprüfung jedes einzelnen Reifens stellt abschließend die einwandfreie Qualität sicher.
Zahlen und Fakten:
– 12.000 Kilogramm Gummi verarbeitet die neue Anlage pro Tag – das entspricht der Hälfte des Gewichts der Glocke vom Kölner Dom
– 250 Kilometer ergibt die Jahresproduktion von Reifen auf der neuen Anlage – das entspricht der Strecke von Homburg nach Köln
– 17 Kilometer Kabel verlegten die Elektriker vor Ort Runderneuerung in Homburg
– 75 Prozent des Materials eines Neureifens können in der Runderneuerung ressourcenschonend wiederverwendet werden
– 3.500 Karkassen können täglich angeliefert und geprüft werden
– 85 Kriterien entscheiden bei der Prüfung der Karkasse, ob diese runderneuerungsfähig ist oder nicht

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