Bilder: SpVgg Einöd-Ingweiler

Das Starkregenereignis am vergangenen Freitag hat an vielen Orten im Stadtgebiet für Schäden gesorgt – insbesondere in den südlichen Stadtteilen. Betroffen ist auch die SpVgg Einöd-Ingweiler, deren Sportplatz von einer Schlammlawine überschwemmt wurde. In einem Kraftakt arbeiten seitdem mehrere Dutzend Freiwillige daran, den Platz wieder auf Vordermann zu bringen. Wie es vorangeht und warum der Verein noch Glück im Unglück hatte, hat uns der 1. Vorsitzende erzählt.

„Es ist eine Mordsarbeit, aber es geht gut voran“, sagt der 1. Vorsitzende der SpVgg Einöd-Ingweiler, Wolfgang Brünnler. Damit meint er nicht etwa die Offensivbemühungen seiner 1. Mannschaft in einem hart umkämpften Ligaspiel. Nein, Brünnler hat derzeit deutlich gravierendere Sorgen. Denn der halbe Sportplatz „seines“ Vereins wurde nach dem Starkregenereignis am Freitag von einer Schlammlawine überrollt, die sich von einem Acker oberhalb der Spielstätte ihren Weg bahnte.

„Am Samstag habe ich geglaubt, wir spielen die nächsten fünf, sechs Wochen hier nicht mehr“, erklärt Brünnler, wie sich die Situation einen Tag nach dem Unglück darstellte. Der Platz war weitgehend überschwemmt, an einen Spielbetrieb erst einmal nicht zu denken. Rund 60 freiwillige Helfer sind seitdem unterwegs, arbeiten mit Frontlader, Motorbesen, aber auch mit eigenen Händen daran, dass der Platz möglichst schnell wieder bespielbar ist. „Die Maschinen wurden uns von dritter Seite zur Verfügung gestellt, das hilft uns natürlich enorm weiter“, so der 1. Vorsitzende. So wie auch der Einsatz von Altvorstand Ralf Nikolaus, der noch am Freitag im Wasser knieend die Drainage reinigte.

Bilder: SpVgg Einöd-Ingweiler

Nicht zuletzt aufgrund der technischen Hilfe ist Brünnler mittlerweile deutlich zuversichtlicher als noch am Samstag, Es gehe gut voran, ein Teil des Platzes könne sogar bereits wieder für das Jugendtraining genutzt werden. „Aber dort, wo der Rasen noch feucht ist, geht das natürlich nicht.“ Derzeit müsse vor allem noch der Lehm aus dem Rasen herausgearbeitet werden. „Das ist viel Handarbeit.“

Handarbeit, die für den Verein neu ist. Denn anders als andere Gebiete in Einöd und Schwarzenacker war man von den Auswirkungen von Starkregenereignissen bisher noch nicht betroffen. Dass es dieses Mal anders ist, liegt für Brünnler unter anderem an der Trockenheit des Bodens auf dem Acker oberhalb des Sportplatzes. „Des Weiteren sind die Ernten eingeholt und dann gibt es natürlich nichts mehr, was den Boden noch aufhalten kann.“ Man habe in gewissem Sinne sogar noch Glück gehabt, dass früher gepflanzte Bäume und Büsche eine Art natürliche Barriere zwischen Acker und Platz bilden. „Wenn das nicht so wäre, weiß ich nicht, wie es ausgegangen wäre.“ So sei man mit zwei blauen Augen davongekommen, lebensbedrohlich sei das Unglück für den Verein nicht.

Bilder: SpVgg Einöd-Ingweiler

„Ich bin einfach stolz auf die Leute, die hier werkeln und arbeiten“, lobt Brünnler die vielen freiwilligen Helfer, die auch am Dienstag wieder vor Ort sind, teilweise ihren Urlaub dafür verwenden, den Sportplatz möglichst schnell wieder sauber zu kriegen. Schließlich findet vom 17. bis 20. September die Einöder Kirmes statt. Wolfgang Brünnler zumindest ist optimistisch, dass der Platz bis dahin wieder genutzt werden kann. „Ich bin zuversichtlich, dass wir dann zumindest ein komplettes Spiel hier absolvieren können.“

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