Bild: FC 08 Homburg

Im sechsten Spiel holte der FC 08 Homburg endlich den ersten Sieg der Saison: Gegen den FC Astoria Walldorf musste man vor rund 1000 Zuschauern zwar bis zur 90. Minute zittern, doch am Ende rettete man ein verdientes 3:2 (2:0) über die Zeit. Überschattet wurde das Geschehen durch gleich mehrere Verletzungen auf Seiten der Grün-Weißen.

Nein, es war wahrlich nicht alles Gold, was an diesem Freitagabend im Homburger Waldstadion glänzte. Doch am Ende stand das, was im Fußball am wichtigsten ist: das Ergebnis. „Ich bin wirklich stolz auf die Jungs, denn sie haben heute wirklich alles rausgehauen“, freute sich FCH-Coach Timo Wenzel über den 3:2-Heimsieg gegen Walldorf. Und tatsächlich hatten die Grün-Weißen genau das getan, auch wenn während der Partie ein Schicksalsschlag den nächsten jagte.

Das war in den vergangenen Spielen nicht immer so gewesen. Nicht umsonst hatte der Trainer vor dem Spiel die Einstellung mancher Spieler bemängelt und mit Konsequenzen in der Startelf gedroht. Tatsächlich änderte er die Aufstellung im Vergleich zur 0:3-Niederlage gegen Kassel gleich auf vier Positionen. Statt Jonas Scholz, Stefano Maier, Tim Stegerer und Loris Weiß standen Philipp Schuck, Jannis Reuss, Daniel di Gregorio und Neuzugang Seonghoon Cheon zu Beginn auf dem Platz. Die Wechsel fruchteten, denn die  Grün-Weißen, die zum ersten Mal in den umstrittenen lachsfarbenen Trikots aufliefen, waren von Beginn an gut in der Partie.

Bereits nach acht Minuten hätte es klingeln können, aber ein Distanzschuss von Philipp Hoffmann landete am Innenpfosten. Besser lief es für die Hausherren dann 12 Minuten später. Di Gregorio fälschte einen Schuss von Marvin Plattenhardt zum Führungstreffer ab. Der FCH blieb am Drücker und legte gleich nach. Nach einem schönen Spielzug über Markus Mendler und Schuck stand in der Mitte Patrick Dulleck genau richtig und erzielte das verdiente 2:0. Von Walldorf bis dato nichts zu sehen, was auch bis weit in die zweite Hälfte so bleiben sollte.

Dennoch setzte es einen Nackenschlag für die Grün-Weißen, denn in der 40. Minute musste Mart Ristl ausgewechselt werden. „Er hat einen Schlag auf die Hüfte bekommen und wenn Mart rausgeht, muss es schon was sein“, äußerte sich Wenzel nach der Partie besorgt um seinen defensiven Mittelfeldspieler. Für Ristl kam Serkan Göcer in die Partie, der seine Sache nach langer Verletzungspause sehr gut machte und mit dafür sorgte, dass von den Gästen auch in der zweiten Hälfte offensiv fast nichts kam.

Aber auch der FCH schaltete einen Gang zurück. Es entwickelte sich ein zerfahrenes Spiel mit vielen Fouls und Nicklichkeiten. Erschwerend kam hinzu, dass der schwache Schiedsrichter Philipp Michels keine Linie fand und die Gelben Karten mit zunehmender Spieldauer recht willkürlich verteilte. Beispielsweise gab es für ein rüdes Einsteigen gegen Dulleck noch nicht einmal einen Freistoß, geschweige denn Gelb. Für den an diesem Tag starken FCH-Stürmer war das Spiel jedoch beendet, auch er musste verletzungsbedingt ausgewechselt werden. „Patrick hat einen Pferdekuss abbekommen, der mit Blut vollgelaufen ist. Bei ihm sieht es für das nächste Spiel in Mainz nicht gut aus“, ärgerte sich Coach Wenzel. Wenig später musste auch Mendler vom Platz, der sich eine Wadenverletzung zugezogen hatte.

Die Partie plätscherte in der Folge vor sich hin, um dann wie aus dem Nichts doch noch einmal spannend zu werden. 70 Minuten waren gespielt, als der FCH nach einer Ecke wie so oft in den vergangenen Partien pennte und Laurin Stich aus dem Gewühl den Anschlusstreffer erzielen konnte. Aber es blieb zur Erleichterung der grün-weißen Anhänger nicht lange beim 2:1, denn Hoffmann stellte mit einem wunderschönen Schlenzer aus 20 Metern den alten Abstand wieder her (79.).

Doch damit war der Käse immer noch nicht gegessen. In der Nachspielzeit schaffte Walldorf durch Jonas Weik noch einmal den Anschluss. Dieses Mal schaffte es der FCH aber, den Sieg über die Zeit zu retten. „Es waren schwere Wochen und Tage für alle und deshalb sind wir froh, dass wir diese drei Punkte jetzt einfahren konnten“, so Wenzel. Mit 5 Punkten aus 6 Spielen ist die Ausbeute zwar immer noch nicht gut, aber immerhin verlassen die Homburger mit diesem Sieg den letzten Tabellenrang. Nun muss sich am Dienstag beim Spiel gegen den FSV Mainz 05 II zeigen, ob der FCH in der Erfolgsspur bleiben kann.

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