a police officer standing in front of a police car
Symbolbild Polizei - Foto: (Augustin-Foto) Jonas Augustin

Im Homburger Rathaus wurden vor wenigen Tagen die aktuellen Kriminalitäts- und Unfallzahlen für das Jahr 2024 vorgestellt.

Polizeirat Reiner Hartz, Leiter der Polizeiinspektion Homburg, präsentierte die Statistik gemeinsam mit Oberbürgermeister Michael Forster, Bürgermeister Manfred Rippel und Simone Müller-Orschekowski, Leiterin der Ortspolizeibehörde. Die Bilanz fällt in vielen Bereichen positiv aus.

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Deutlicher Rückgang bei Straftaten

Im Saarland insgesamt ist die Zahl der Straftaten um 9,1 Prozent gesunken. Von allen erfassten Delikten entfielen 9,8 Prozent auf den Saarpfalz-Kreis, davon vier Prozent auf die Kreisstadt Homburg. Im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Homburg – rund 110.000 Einwohner in Homburg, Kirkel, Mandelbachtal, Gersheim, Bexbach und Blieskastel – wurden 2024 insgesamt 6.440 Straftaten registriert, über 1.000 weniger als im Vorjahr. In Homburg selbst ging die Zahl der Fälle von 3.000 auf 2.640 zurück – ein Minus von rund zwölf Prozent.

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Hartz sprach von „einer sehr erfreulichen Entwicklung“ und verwies auf die gestiegene Aufklärungsquote im Saarland, die nun bei 61,2 Prozent liegt. Gründe seien die enge Zusammenarbeit von Polizei und Sicherheitsbehörden, optimierte Arbeitsabläufe und der verstärkte Einsatz moderner, KI-gestützter Ermittlungsmethoden.

Einbrüche, Sachbeschädigungen und Drogenkriminalität rückläufig

Die Zahl der Wohnungseinbrüche stieg in Homburg leicht von 40 auf 45, bleibt damit aber deutlich unter den Werten der Vorjahre (2018: 72). Hartz sieht den Rückgang im Langzeittrend unter anderem in veränderten Lebensgewohnheiten seit der Corona-Pandemie: „Mehr Menschen arbeiten im Homeoffice und halten sich häufiger zuhause auf. Gleichzeitig steigt das Bewusstsein für Einbruchschutz, was zu Investitionen in Sicherheitstechnik führt.“

Auch Sachbeschädigungen und Körperverletzungen nahmen leicht ab, Rauschgiftdelikte sanken deutlich von 112 auf 72 Fälle – eine Entwicklung, die laut Hartz vor allem mit der Cannabis-Legalisierung zusammenhängt.

(v. l. n. r.) Oberbürgermeister Michael Forster, Polizeirat Reiner Hartz und Polizeihauptkommissar Christian Karlowatz bei der Vorstellung der Kriminalitäts- und Unfallstatistik 2024 im Homburger Rathaus. – Foto: Julie Jager

Graffiti auf dem Vormarsch

Einen klaren Anstieg gab es bei Graffitidelikten: von 32 Fällen im Jahr 2023 auf 64 im Jahr 2024. Dagegen gingen Vandalismus im öffentlichen Raum und Sachbeschädigungen an Fahrzeugen weiter zurück. Hartz betonte, dass es in Homburg keine speziellen „Angsträume“ gebe.

Stabile Diebstahlszahlen

Ladendiebstähle blieben mit 200 Fällen nahezu konstant, Taschendiebstähle gingen weiter zurück.

Lob für Zusammenarbeit

Oberbürgermeister Forster zeigte sich zufrieden mit der Entwicklung und betonte die gute Kooperation zwischen Polizei und Stadtverwaltung: „Wohlbefinden in der Bevölkerung entsteht nicht allein durch Infrastruktur oder eine schöne Innenstadt. Entscheidend ist, dass sich die Menschen sicher fühlen – und dafür braucht es ein starkes Miteinander von Polizei und Stadt.“

Homburg belege im landesweiten Vergleich Platz acht bei den meisten Straftaten und stehe damit deutlich besser da als vergleichbare Städte wie Neunkirchen oder Saarlouis. „Das zeigt, dass sich unsere gemeinsamen Bemühungen bezahlt machen“, so Forster.

Bedauern äußerte der OB über den Abzug der Operativen Einheit (OPB) durch das Innenministerium: „Für Homburg war es ein großer Vorteil, dass eine schlagkräftige Einheit mit umfangreichen Einsatzmitteln hier stationiert war.“

Unfallbilanz mit positiven Signalen

Auch bei den Verkehrsunfällen gibt es erfreuliche Zahlen: Im Jahr 2024 gab es in Homburg keinen tödlichen Verkehrsunfall, während im Vorjahr noch zwei Todesfälle zu beklagen waren. Häufigste Unfallursache bleibt überhöhte Geschwindigkeit, vor allem auf Autobahnen.

1 Kommentar

  1. Auch wenn meiner Meinung nach Homburg für eine Universitätsstadt weit meinen Erwartungen zurückliegt, fahre ich sehr gerne nach Homburg. Parkgebühren sind was ganz anders als beispielsweise in der Landeshauptstadt. Dann sind auch die Geschäfte überwiegend europäisch. Abwechslung schadet nie ich finde die Möglichkeiten, die der europäische Binnenmarkt bietet vorzüglich. Auch habe ich nichts gegen einen Touch aus Asien. Nur vielerorts ist es einfach zu viel für meinen Geschmack. Dort bleibe ich dann einfach weg. Auch was die Sicherheit betrifft, habe ich mich in Homburg auch zu später Stunde eigentlich noch nie unsicher gefühlt. Wenn es dann mal eine Auseinandersetzung gegeben hat, über die man dann in den Medien berichtet hat, als wäre es ein Terroranschlag gewesen.

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