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Künstliche Intelligenz gehört längst zum Alltag von Schülerinnen und Schülern – ob beim Recherchieren, in sozialen Netzwerken oder schlicht in der Freizeit. Wie das Saarland darauf im Bildungssystem reagieren will, wurde am 2. April 2026 im Ministerium für Bildung und Kultur in Saarbrücken konkret: Der Bildungscampus Saarland hat dort das Expertennetzwerk „KI in der saarländischen Bildung“ offiziell ins Leben gerufen.

Bildungsstaatssekretärin Jessica Heide ordnete den Schritt als bewusstes Zeichen ein: „Mit der Gründung des Expertennetzwerks setzen wir ein deutliches Signal: Die digitale Transformation in der Bildung ist ein zentrales Anliegen des Saarlandes.“ Schule müsse Orientierung geben und Kompetenzen vermitteln, damit junge Menschen Technologien wie generative KI reflektiert, kritisch und verantwortungsvoll einsetzen könnten. Gleichzeitig verwies Heide auf die pädagogischen Herausforderungen, die sich etwa bei Leistungsbewertung, Lernkultur und Datenschutz stellen. Das Netzwerk solle deshalb Perspektiven aus Schule, Wissenschaft, Beruf und weiteren Bildungsbereichen bündeln, „um konkrete Empfehlungen zu entwickeln, die direkt in die Bildungspraxis zurückwirken“.

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Die Zusammensetzung des Gremiums unterstreicht diesen Anspruch. Vertreten sind unter anderem das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, saarländische Hochschulen, die Landesmedienanstalt Saarland und der VHS-Landesverband. Ebenso sitzen Schulleitungen, Lehrkräfte und die Landesschülervertretung mit am Tisch. Gerade deren Einbindung gilt als zentral, weil Schülerinnen und Schüler die Veränderungen durch KI im Unterrichtsalltag unmittelbar erleben und ihre Perspektive für eine zukunftsgerichtete Weiterentwicklung unverzichtbar ist.

Beim Auftakttreffen standen zwei Leitfragen im Mittelpunkt. Zum einen ging es darum, welche Kompetenzen junge Menschen in einer von KI geprägten Welt brauchen und wie diese systematisch im Unterricht aufgebaut werden können. Die Ergebnisse sollen in eine Weiterentwicklung des Basiscurriculums Medienbildung und informatische Bildung einfließen – mit dem Ziel, dass Lernende Funktionsweisen von KI verstehen, Risiken einordnen, KI-generierte Inhalte kritisch prüfen und die Technologie gezielt für ihr eigenes Lernen nutzen. Zum anderen diskutierten die Beteiligten, wie Lehrkräfte, Eltern sowie Schülerinnen und Schüler ganz praktisch im Umgang mit KI unterstützt werden können. Ein besonderer Fokus lag auf mehr Handlungssicherheit im Schulalltag, auf praxisnahen Unterrichtsbeispielen etwa im Bereich der Sprachförderung und auf Fragen der Chancengerechtigkeit.

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Das Netzwerk ist auf zwei Jahre angelegt und eng in die Digitalstrategie des Landes eingebettet. Es knüpft an bestehende Instrumente an, darunter das saarländische Digitale-Bildungs-Gesetz, den Leistungsbewertungserlass und das landesweite KI-Tool „telli“. In interaktiven Arbeitsgruppen wurden beim Auftakt bereits erste Ansätze erarbeitet, die das Ministerium und der Bildungscampus Saarland nun gemeinsam weiterentwickeln wollen.

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Langfristig soll das Gremium über den aktuellen Rahmen hinauswirken. Geplant sind Empfehlungen für eine zeitgemäße Aufgaben- und Prüfungskultur sowie Strategien, wie KI in der gesamten Bildungslandschaft so eingesetzt werden kann, dass Bildungsqualität und Bildungsgerechtigkeit gleichermaßen profitieren. Damit verfolgt das Saarland einen Ansatz, der digitale Innovation nicht als Selbstzweck begreift, sondern als Hebel für besseren Unterricht und gerechtere Bildungschancen.

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