Was für ein Pfingstwochenende für den Schwimmclub 1926 Homburg. Jolina Schmolt hat bei den 74. Süddeutschen Meisterschaften im Stuttgarter Sportbad Neckarpark vier Goldmedaillen und eine Bronzemedaille gewonnen – und kehrt damit als eine der großen Siegerinnen der Titelkämpfe in die Kreisstadt zurück.
Den Auftakt machte die 17-Jährige bereits am Pfingstsamstag. Als Startschwimmerin verhalf sie der 4 x 100-Meter-Freistil-Mixed-Staffel der SSG Saar Max Ritter zum Sieg. Ihre eigene Teilzeit hatte es dabei in sich: 59,73 Sekunden – und damit unter der magischen Minutenmarke. Kurz darauf folgte der nächste Erfolg: Über 200 Meter Lagen schwamm Schmolt in 2:25,61 Minuten zu einer neuen persönlichen Bestzeit und holte sich den süddeutschen Meistertitel ihres Jahrgangs 2008.
Auch im offenen Finale der Jahrgänge 2010 und älter bestätigte sie ihre starke Form. Dort verbesserte sie ihre Bestzeit über 200 Meter Lagen noch einmal auf 2:25,43 Minuten. Am Ende fehlten ihr als Vierte nur vier Hundertstelsekunden zum Podium. Kein weiteres Edelmetall also – aber ein Rennen, das deutlich zeigte, dass Schmolt auch in der offenen Konkurrenz ganz vorne mitschwimmen kann.
Am Pfingstsonntag legte die Homburgerin dann noch einmal nach. Über 200 Meter Freistil sicherte sie sich in 2:08,56 Minuten den süddeutschen Meistertitel ihres Jahrgangs. Wenig später krönte sie ihren Auftritt mit dem Sieg im offenen Finale: In 2:06,98 Minuten setzte sie sich dort gegen die Konkurrenz der Jahrgänge 2010 und älter durch. Den Abschluss bildete gemeinsam mit Anja Schaumburger die Bronzemedaille mit der 4 x 100-Meter-Lagen-Mixed-Staffel der SSG Saar Max Ritter.
Damit liest sich Schmölts Bilanz beeindruckend: zwei Jahrgangstitel, ein Sieg im offenen Finale, Staffelgold und Staffelbronze. Für die Homburger Schwimmerin war es eines dieser Wochenenden, an denen fast alles zusammenpasste – Form, Timing und Nervenstärke.
Doch nicht nur Schmolt sorgte in Stuttgart für starke Ergebnisse. Auch Anja Schaumburger, Jahrgang 2011, überzeugte vor allem auf den Rückenstrecken. Über 100 Meter Rücken schwamm die 15-Jährige in 1:09,87 Minuten auf Rang sechs, über 200 Meter Rücken wurde sie in 2:30,42 Minuten Siebte. Auf der Sprintstrecke über 50 Meter Rücken belegte sie in 32,59 Sekunden Platz acht. Auch im Freistil zeigte Schaumburger gute Leistungen: Über 200 Meter Freistil erreichte sie in 2:15,42 Minuten Rang acht, über 100 Meter Freistil kam sie in 1:02,13 Minuten auf Platz 13. Zudem war sie Teil der Frauenstaffel der SSG Saar Max Ritter, die über 4 x 100 Meter Freistil in 4:04,58 Minuten Rang sechs belegte.
Für Mathilda Kunz wurden die Süddeutschen Meisterschaften ebenfalls zu einem besonderen Wettkampf. Die junge Homburgerin, Jahrgang 2012, feierte ihr Debüt auf dieser Bühne und stellte gleich zwei persönliche Bestzeiten auf. Über 50 Meter Brust schwamm sie 36,41 Sekunden und verpasste die Top Ten nur um sieben Hundertstelsekunden. Über 100 Meter Brust verbesserte sie sich auf 1:21,83 Minuten und wurde Dreizehnte.
Auch Moritz Gerdelmann zeigte sich in den Brustdisziplinen gut aufgelegt. Der Jahrgang 2011 erreichte über 200 Meter Brust in 2:44,64 Minuten den zwölften Platz. Auf der 50-Meter-Sprintstrecke kam er in 33,73 Sekunden auf Rang 21.
Vier Talente, mehrere persönliche Bestzeiten und fünf Medaillen für Jolina Schmolt: Der Schwimmclub 1926 Homburg hat die Süddeutschen Meisterschaften genutzt, um sich überregional stark zu präsentieren. Vor allem Schmolt setzte in Stuttgart ein Ausrufezeichen – aber auch Schaumburger, Kunz und Gerdelmann zeigten, dass der Homburger Nachwuchs auf dieser Bühne bestehen kann.





















