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Mit einer großzügigen Spende unterstützen der französische Arzt Dr. Michel Toillon und der französische sowie der deutsche Johanniterorden die Arbeit der Klinik für Allgemeine Pädiatrie und Neonatologie am Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg.

Ein hochwertiger Endoskopieturm wurde von deutschen Vertreten des Ordens persönlich nach Homburg gebracht und an die Kinderklinik des UKS übergeben. Das medizinische Kamerasystem ergänzt die Ausrüstung zur Lungenspiegelung und hilft zudem bei der Ausbildung von Assistenzärztinnen und Assistenzärzten der Klinik.

Der Johanniterorden spendet seit vielen Jahren kontinuierlich und hilft somit in unterschiedlichen Bereichen auf dem Homburger Campus. Neben den Einzelspenden ist besonders das Engagement bei der Etablierung des Johanniter Hauses des UKS hervorzuheben, der Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie.

Die Johanniter Prof. Dr. Sven Rainer Kantelhardt, Thorsten Gruner (Werkmeister der Genossenschaft Rheinland-Pfalz/Saar) und Felix Graf von Hardenberg ließen es sich nicht nehmen, den Endoskopieturm von Frankreich aus persönlich nach Homburg zu bringen und an PD Dr. Sabina Schmitt-Grohé zu übergeben. Sie ist Oberärztin der Klinik für Allgemeine Pädiatrie und Neonatologie am UKS und seit Ende 2020 für die Schwerpunkte Allergologie, Pulmologie und Mukoviszidose zuständig. Die Expertin für Lungenerkrankungen bei Kindern freut sich sehr über die Spende des Johanniterordens: „Mit diesem Endoskopieturm wird unsere Bronchoskopieausrüstung ergänzt, mit der wir Lungenspiegelungen bei unseren jungen Patientinnen und Patienten durchführen können“, erklärt PD Dr. Schmitt-Grohé.

Der Direktor der Homburger Kinderklinik Prof. Dr. Michael Zemlin ist begeistert, dass sich die Spende aus Frankreich und das Engagement seiner Oberärztin zeitlich so gut ergänzen. „In kurzer Zeit hat Frau PD Dr. Schmitt-Grohé mehrere spezielle kinderpneumologische Untersuchungstechniken bei uns etabliert. Von herausragender Bedeutung – gewissermaßen die Krönung dieser Arbeiten – ist nun die Einführung der Kinder-Bronchoskopie. Die großzügige Spende des hochwertigen Endoskopieturmes kommt sowohl der Patientenversorgung als auch der Ausbildung an unserer Klinik zugute.“ Denn die Ausrüstung ermöglicht es einerseits, Bronchoskopien bei Kindern mit komplexen Lungenerkrankungen im eigenen Haus durchzuführen. Daneben verbessert der Zugang zu der neu etablierten Untersuchungsmethode die Rahmenbedingungen für die Ausbildung der Assistenzärztinnen und Assistenzärzte im Bereich Allergologie und der Kinderlungenheilkunde. „Als Universitätsklinikum ist die Ausbildung des ärztlichen Nachwuchses eine unserer Kernaufgaben. Und je besser die Ausbildung der jungen Medizinerinnen und Mediziner ist, desto besser wird die Versorgung der Patientinnen und Patienten in der Zukunft“, so Prof. Dr. Michael Zemlin.

Foto: Schneider

Die Spende als auch die Übergabe des Endoskopieturmes koordinierte der Mainzer Prof. Dr. Kantelhardt für die Johanniter-Hilfsgemeinschaft Mainz. Das medizinische Gerät stammt ursprünglich aus der Praxis des Gastroenterologen Dr. Michel Toillon. Er praktizierte bis zu seinem Ruhestand im letzten Jahr in der rund 800 km von Homburg entfernten französischen Gemeine Bressuires. Im Zuge der Praxisauflösung wollte Dr. Toillon den hochwertigen Endoskopietrum spenden und stand daher in Kontakt mit Saint-Jean France, der französischen Kommende des Johanniterordens. Über die französischen Johanniter ergab sich wiederum ein Austausch mit den Johannitern in Deutschland und Prof. Kantelhardt meldete sich schließlich bei Prof. Zemlin in Homburg. Der Transport von Bressuire nach Homburg war für Prof. Kantelhardt dann eine Herzensangelegenheit. Unterstützt von Werkmeister Gruner und Graf von Hardenberg sorgten die drei Johanniter für große Freude am UKS. „Ich danke Dr. Toillon, Saint-Jean France, der Johanniter-Hilfsgemeinschaft Mainz und ganz besonders Prof. Dr. Kantelhardt für den Einsatz und die Spende“, betont Prof. Dr. Zemlin. „Der Endoskopieturm ist eine hilfreiche Ergänzung, erweitert unsere technische Ausstattung und verbessert dadurch Patientenversorgung und Ausbildung.“

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