Bild: Stephan Bonaventura
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Da sich der Verkehrsminister bislang nicht zu einem bundesweit gültigen, günstigen Klimaticket entschließen konnte, startet die Deutsche Umwelthilfe (DUH) nun online einen Klimaticket-Generator. Damit können Bürgerinnen und Bürger ihrer Forderung nach einem Klimaticket mehr Nachdruck verleihen. Das Klimaticket kann man nicht nur für sich, sondern auch für Freunde, Familie oder Politikerinnen und Politiker generieren und in den sozialen Medien teilen. Die DUH fordert, dass der Bund die Kosten von 4 Milliarden Euro jährlich tragen muss, um die Finanzierung eines 365-Euro-Klimatickets zu sichern. Zusätzlich brauchen Länder und Kommunen Milliardenhilfen des Bundes für den längst überfälligen Ausbau des ÖPNV.

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“52 Millionen Menschen haben das 9-Euro-Ticket während seiner dreimonatigen Laufzeit genutzt. 90 Prozent davon waren mit dem Angebot zufrieden, wie eine Auswertung der Verkehrsunternehmen zeigt. Auch der Bundeskanzler nennt es eine der besten Ideen der Regierung. Verkehrsminister Volker Wissing steht dem Umstieg auf Bus und Bahn mit seinen Vorschlägen zu überteuerten Tickets oder zu hohen finanziellen Mitteln aus den Ländern aber im Weg. Die Menschen wollen ein günstiges, bundesweit gültiges Klimaticket. Mit unserem Klimaticket-Generator können die Bürgerinnen und Bürger nun ein Zeichen setzen und sich selbst ein Klimaticket ausstellen lassen. Verkehrsminister Wissing fordern wir dazu auf, dem Willen der Bevölkerung für ein Klimaticket endlich zu folgen”, so Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH.

Vom 22. September an können Bürgerinnen und Bürger über www.klimaticket-generator.de/ ein personalisiertes Ticket erstellen. Das Ticket kann als Symbol für die Forderung nach einem günstigen Klimaticket und mehr Bus und Bahn ausgedruckt und vorgezeigt werden, zum Beispiel im öffentlichen Nahverkehr oder auf Klimastreiks.

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Klimatickets und der ÖPNV-Ausbau ließen sich einfach durch eine Reform der Dienstwagen-Förderung gegenfinanzieren. Die DUH schlägt vor: Statt wie bisher ein einzelnes Fahrzeug mit bis zu 155.000 Euro zu subventionieren, muss künftig wie in Frankreich eine Obergrenze für die Absetzbarkeit von 30.000 Euro gelten. Gleichzeitig dürfen nur noch Wagen abzugsfähig sein, die den EU-Grenzwert von 95 g CO2 pro Kilometer einhalten. So werden dienstlich genutzte, klimaschonende Fahrzeuge, zum Beispiel für Pflegedienste, weiter steuerlich gefördert. Massiv klimaschädliche Luxus-Dienstwagen hingegen würden nicht mehr unbegrenzt mit teils sechsstelligen Summen unterstützt. Insgesamt kann Finanzminister Lindner sogar mehr als 18 Milliarden Euro problemlos einsparen, wenn er – wie dringend von Umweltbundesamt und DUH gefordert – die klimaschädlichen Subventionen im Straßenverkehr streicht.

Hier finden Sie den Klimaticket-Generator: www.klimaticket-generator.de/

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