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Das dringend benötigte pflegerische Personal aus dem Ausland kann nur in genügend großer Zahl gewonnen werden, wenn auch die Anerkennungsverfahren in den Ländern effizienter werden. Darauf weist anlässlich der heutigen Debatte zur Fachkräftestrategie der Bundesregierung im Deutschen Bundestag der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) hin.

“Die Bundesregierung hat in ihren Eckpunkten unter anderem angekündigt, sich mit den Ländern abzustimmen und Maßnahmen für beschleunigte Anerkennungen auf den Weg zu bringen. Dieser Satz muss jetzt mit Leben gefüllt werden”, sagt bpa-Präsident Bernd Meurer. Als Vorbild könne dabei dienen, was der bayerische Sozialminister Holetschek in dieser Woche angekündigt hat. “Eine Bündelung der Anerkennungsverfahren in speziell geschulten und mit ausreichend Personal ausgestatteten Stellen sowie die verstärkte Anwendung standardisierter Anerkennungen für bestimmte Berufsabschlüsse sind wichtige Bausteine eines schnellen Verfahrens”, so Meurer. Diesem Vorbild müssten jetzt auch die anderen Länder folgen. “Wir brauchen endlich eine Zuwanderungsstrategie für die Mangelberufe und eine Überholspur für die Pflege.”

Die vorhandene Bundeszentrale, die derzeit die Voraussetzungen zur Zuwanderung vereinheitlichen soll, solle konsequent zur länderübergreifenden Zentralstelle ausgebaut werden. “Es hakt nur an der Finanzierung und der Klärung der Zuständigkeiten. Die Länder könnten dies mit einem Federstrich lösen.” Meurer schlägt vor, dass der Bund mit dieser Institution die zentrale Anerkennung übernimmt und dafür von den Ländern beauftragt wird. Dazu fordert der bpa-Präsident ein kurzfristiges Spitzentreffen der Länder, um einheitliche Strukturen für eine schnelle Anerkennung internationaler Pflegekräfte zu vereinbaren. Dabei sollten auch die Verbände einbezogen werden. “Wir wissen aus der Praxis, was erforderlich ist, und können schnell tragfähige Lösungen umsetzen.”

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