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Der Ministerrat hat die Aktualisierung der dritten und noch bis 2023 gültigen Auflage der saarländischen Innovationsstrategie beschlossen. Mit der Aktualisierung der „Strategie für Innovation und Technologie Saarland (2016–2023)” soll das Innovationssystem weiter gestärkt werden, indem die Themenschwerpunkte und die Ziele in den Schlüsselbereichen „Informatics“, „Smart Production & Automotive“ und „Life Science & Material Science“ fortentwickelt werden.

Zu den zentralen Maßnahmen in den Schlüsselbereichen der neuen StrategiePlus (2021–2023) gehören zum Beispiel der weitere Ausbau des CISPA Helmholtz-Zentrums für Informationssicherheit, der Innovationcampus für KI und Cybersicherheit in St. Ingbert, die Weiterentwicklung des DFKI am Standort Saarbrücken, die Erschließung des Zukunftsbereiches Sensor-Intelligenz durch die beiden Fraunhofer-Institute für Zerstörungsfreie Prüfverfahren (IZFP) und für Biomedizinische Technik (IBMT) und der weitere räumliche Ausbau sowie die inhaltliche Weiterentwicklung des Helmholtz-Instituts für Pharmazeutische Forschung. Im Bereich des Technologietransfers zählen dazu insbesondere das Innovation-Center auf dem Campus der Universität sowie die Neuausrichtung der Projekte der Technologietransferstellen.

„Mit der Aktualisierung unserer bisherigen Strategie machen wir unsere Innovationspolitik weiter zukunftsfest. Der heutige Ministerratsbeschluss ist ein weiterer wichtiger Schritt in die Zukunft, um den immer neuen Herausforderungen des Strukturwandels gerecht zu werden und um auch so einschneidenden Ereignissen, wie zum Beispiel der Corona-Pandemie, begegnen zu können. 2001 haben wir im Saarland als erstes Bundesland eine Innovationsstrategie auf den Weg gebracht und waren damit Vorreiter auf diesem Gebiet. In diesen zwanzig Jahren ist es uns gelungen, die technologische Weiterentwicklung unseres Landes voranzutreiben“, sagt Ministerpräsident Tobias Hans.

Mit der neuen StrategiePlus sollen die Innovationsthemen des Saarlandes weiter konkretisiert und die kontinuierlich aufgebauten Schlüsselbereiche ‚Informatics‘, ‚Smart Production & Automotive‘ und ‚Life Science & Material Science‘ weiterentwickelt werden. „Themen, wie zum Beispiel Künstliche Intelligenz, Cybersicherheit, Elektro- und Wasserstoffantriebe, autonomes Fahren und smarte Verkehrssysteme, energetische Speichertechnologien wie Batteriezellen, neue Materialien oder die Suche nach neuen medizinischen Wirkstoffen, gehören zu den Schlüsseltechnologien der Zukunft. Hier haben wir unsere Stärken, um unsere Innovationspotenziale aus neuen und traditionellen Branchen nicht nur weiter zu entwickeln, sondern uns national und international weiter erfolgreich zu positionieren“, so Hans.

Um die Ziele der Innovationsstrategie zu erreichen, setzt die Landesregierung auf Hochschulen, die außeruniversitäre Forschung sowie einen funktionierenden Wissens- und Technologietransfer aus der Wissenschaft in die Praxis. Tobias Hans: „Dies sind für uns zentrale Handlungsfelder zur Steigerung der Innovationsfähigkeit und zur Bewältigung des Strukturwandels. Wir wollen in unserer Entwicklung nicht stehen bleiben, sondern wir müssen ständig auf neue Herausforderungen reagieren und Lösungen für unser Land finden. Die Innovationsstrategie bildet dafür den Rahmen, um kreativ in die Zukunft unseres Landes zu investieren.“

Neben den innovationspolitischen Zielen der Landesregierung ist der Ministerratsbeschluss zudem eine wichtige Voraussetzung für den offiziellen Genehmigungsprozess des EFRE-Programms Saarland 2021–2027 im Ziel „Investitionen in Beschäftigung und Wachstum“ durch die EU-Kommission.

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