Symbolbild

Wie das Statistische Amt des Saarlandes mitteilt, lag der Verbraucherpreisindex im Mai 2020 um 0,6 Prozent über dem vergleichbaren Vorjahreswert. Im Vormonat April hatte die Inflationsrate nach endgültiger Berechnung noch bei 0,7 Prozent gelegen. Binnen Monatsfrist blieb der Verbraucherpreisindex mit einem Wert von 105,7 (Basisjahr 2015 = 100) unverändert.

Maßgeblich für die konsumentenfreundliche Entwicklung war der weltweite Verfall der Rohölpreise. Rechnet man aus der Entwicklung der Verbraucherpreise die Heizöl- und Kraftstoffpreise (  23,4 % bzw. – 23,0 %) heraus, ergibt sich für das Saarland ein jährlicher Preisniveauanstieg von 1,7 Prozent. 

Bei den Nahrungsmitteln wurde ein überdurchschnittlicher Preisanstieg von 4,9 Prozent ermittelt. Auffällige Preissteigerungen wurden vor allem an den Fleischtheken und Obstregalen beobachtet. So verteuerte sich Schweinefleisch binnen eines Jahres um 14,5 Prozent. Die bei vielen Saarländerinnen und Saarländern beliebte Fleischwurst kostet sogar 20,0 Prozent mehr als im Mai 2019. Obst wurde im Schnitt 9,3 Prozent teurer, darunter Mandarinen und Clementinen um 29,0 Prozent, Zitronen um 25,2 Prozent und Erdbeeren oder ähnliche Beerenfrüchte um 16,4 Prozent. Zur Entlastung der Haushaltskassen trugen die Butterpreise bei, die um 12,0 Prozent zurückgegangen sind.

Eine Inflationsrate (Veränderung des Verbraucherpreisindexes) von 2,0 Prozent bedeutet vereinfacht gesagt, dass ein Verbraucher für einen unveränderten Warenkorb, der vor einem Jahr z. Bsp. 1 000 Euro gekostet hat, heute 20 Euro oder 2,0 Prozent mehr ausgeben müsste. Dieser Warenkorb beinhaltet nahezu alle Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten gekauft werden.

Neben Nahrungsmitteln und Getränken sind Wohnungsmieten ebenso enthalten wie Bekleidungsartikel, Urlaubsreisen oder Friseurdienstleistungen. Preissteigerungen bei einer Reihe von Gütern stehen stets auch Preissenkungen bei anderen gegenüber. Die Preisentwicklung der einzelnen Güter wird bei der Ermittlung des Verbraucherpreisindexes entsprechend den jeweiligen Ausgabenanteilen eines Durchschnittshaushaltes berücksichtigt.

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