Vier neue Sitzbänke laden seit Kurzem auf dem Homburger Friedhof zum Verweilen ein – eine Anschaffung, die auf einen konkreten Wunsch aus der Bevölkerung zurückgeht. Der Ortsrat Homburg hat dafür ein Budget von über 5.000 Euro bereitgestellt und damit eine Forderung umgesetzt, die Bürgerinnen und Bürger wiederholt an das Gremium herangetragen hatten.
Ortsvorsteherin Christine Caster machte bei einem gemeinsamen Ortstermin deutlich, woher der Anstoß kam: „Der Wunsch nach mehr Sitzgelegenheiten wurde immer wieder an uns herangetragen.“ Dass dieser Bedarf nun in die Tat umgesetzt werden konnte, freue sie besonders. Neben Caster und weiteren Mitgliedern des Ortsrates verschafften sich auch Beigeordneter Philipp Scheidweiler sowie Stephan Landwehr von der Grünflächenabteilung einen Eindruck von den neuen Sitzgelegenheiten.
Scheidweiler lobte das Engagement des Ortsrates in klaren Worten: „Der Ortsrat hat hier einen konkreten Bedarf aus der Bevölkerung aufgegriffen und ist entsprechend aktiv geworden.“ Es sei ein gutes Beispiel dafür, wie Ortsratsarbeit unmittelbar im Stadtbild sichtbar werde und bei den Menschen ankomme. Hinweise und Wünsche der Bürgerschaft würden ernst genommen und mündeten in konkrete Verbesserungen – genau das signalisierten solche Maßnahmen, betonte der Beigeordnete.
Die praktische Umsetzung lag in den Händen der Stadtverwaltung. Die Grünflächenabteilung übernahm die Beschaffung der Bänke, der Baubetriebshof kümmerte sich anschließend um den fachgerechten Aufbau vor Ort. Scheidweiler dankte beiden Abteilungen ausdrücklich für ihren Einsatz und hob hervor: „Dass sich der Friedhof trotz seiner Größe so gepflegt und würdevoll präsentiert, ist insbesondere der engagierten Arbeit der Grünflächenabteilung und des Baubetriebshofes zu verdanken.“
Der Beigeordnete nutzte den Termin zugleich, um die besondere Rolle von Friedhöfen im städtischen Leben hervorzuheben. Sie seien weit mehr als Orte der Bestattung: „Friedhöfe sind viel mehr als Orte der Bestattung – sie sind Orte der Begegnung. Menschen kommen hierher, um ihren verstorbenen Angehörigen nahe zu sein, Ruhe zu finden und Trost zu erfahren.“ Erinnerung, Trauer und Alltag träfen hier auf besondere Weise zusammen, weshalb die Aufenthaltsqualität kontinuierlich verbessert werden müsse. Gerade ältere Besucherinnen und Besucher bräuchten Gelegenheiten, sich zwischendurch auszuruhen und den Ort in Ruhe auf sich wirken zu lassen.
Auch die Ausrichtung der vier Bänke folgt einem durchdachten Konzept. Sie wurden bewusst so positioniert, dass der Blick auf die Baumgrabfelder fällt. Stephan Landwehr erläuterte die Überlegung dahinter: „Mit der Platzierung wollten wir den Menschen die Möglichkeit geben, nicht nur am Wegrand zu sitzen, sondern an den Baumgräbern bewusst innezuhalten zu können.“ Die Nähe zwischen politischem Handeln und den Bedürfnissen der Bürgerschaft zeigt sich in Homburg damit einmal mehr an einem ganz konkreten Ort – einem Ort, der für viele Menschen weit mehr ist als eine Grünfläche.



















