Foto: Jürgen Kruthoff/Stadtverwaltung
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Ein warmer Duft von Kaffee und frisch gebackenem Kuchen lag in der Luft, als sich Anfang des Jahres Vertreterinnen und Vertreter der Fairtrade-Initiativen aus Stadt und Kreis in der Homburger Eisenbahnstraße trafen. In der GenussWerkstatt für Inklusion & Handwerk kamen Engagierte aus unterschiedlichen Bereichen zusammen, um gemeinsam auf das neue Fairtrade-Jahr anzustoßen – und zugleich eine Premiere zu feiern: Erstmals luden die Steuerungsgruppen der Fairtrade-Stadt Homburg und des Fairtrade-Saarpfalz-Kreises zu einem gemeinsamen fairen Neujahrsempfang ein.

Die beiden Fairtrade-Beauftragten Anke Michalsky für die Stadt Homburg und Beate Ruffing für den Saarpfalz-Kreis begrüßten zahlreiche Mitglieder und Unterstützer der Steuerungsgruppen. Unter den Gästen waren auch Landrat Frank John und die ehrenamtliche Beigeordnete der Stadt Homburg, Nathalie Kroj. Der Empfang diente nicht nur dem Austausch, sondern auch dazu, sich über aktuelle Kampagnen von Fairtrade Deutschland zu informieren. Im Mittelpunkt stand dabei das Thema „Fairness for Farmers“, das die Situation von Produzenten weltweit in den Blick nimmt.

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Gleichzeitig nutzte die Homburger Steuerungsgruppe den Rahmen, um eine personelle Neuerung vorzustellen: Mit Gabriele Steurer gibt es eine neue Vorsitzende des städtischen Steuerkreises. Nach den Vorgaben von Fairtrade Deutschland soll die Leitung dieses Gremiums aus dem bürgerschaftlichen Engagement kommen. Während Michalsky als städtische Mitarbeiterin das Tagesgeschäft für Homburg organisiert und Ruffing diese Aufgabe für den Saarpfalz-Kreis übernimmt, liegt die ehrenamtliche Steuerung nun bei Steurer.

Foto: Jürgen Kruthoff/Stadtverwaltung

Die neue Vorsitzende stammt aus Homburg, ist Rektorin der Integrierten Gesamtschule im rheinland-pfälzischen Eisenberg und seit vielen Jahren im Fairtrade-Bereich aktiv. Ihre Schule ist als Fairtrade-School zertifiziert, zudem engagiert sie sich im Weltladen in Homburg und hält Kontakt zum Johanneum. In der Homburger Steuerungsgruppe werde viel auf die Beine gestellt und viele Menschen brächten sich ein, sagte sie. Gerade deshalb sei sie gern bereit, sich einzubringen und ihren Beitrag zu leisten.

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Die ehrenamtliche Beigeordnete Nathalie Kroj vertrat beim Empfang den Beigeordneten Philipp Scheidweiler. Sie machte deutlich, dass die Veranstaltung gut zu ihren Zuständigkeiten für Jugend, Nachhaltigkeit und Tierschutz passe. Kroj begrüßte die Mitglieder der Steuerungsgruppen, die Vertreterinnen der GenussWerkstatt Sabrina Prior und Lina Ruffing sowie besonders die Mitglieder des Vereins miteinander-füreinander, der seit mehr als 30 Jahren in Homburg aktiv ist. Dem Verein habe man viel zu verdanken, betonte sie. Gleichzeitig lobte sie die Idee eines gemeinsamen fairen Neujahrsempfangs und die Wahl des Veranstaltungsortes, da das Café für faire und inklusive Ansätze stehe.

Foto: Beate Ruffing/Kreisverwaltung

Mit Blick auf das Jahr 2026 erinnerte Kroj daran, dass die Rezertifizierung Homburgs als Fairtrade-Stadt ansteht. Dafür sei die Mitwirkung der Partner mit ihren Ideen und fairen Aktionen wichtig. „Dabei liegen uns gerade auch die Grundschulen in Homburg am Herzen, und wir hoffen, dass diese sich auf den Weg zur Fairtrade-School oder fairen Grundschulklasse machen“, betonte die Beigeordnete und sagte die Unterstützung der Steuerungsgruppe zu. Zugleich verband sie dies mit der Hoffnung auf neue Projekte und Ideen in den kommenden Monaten.

Landrat Frank John blickte in seinem Grußwort auf die Entwicklung im Saarpfalz-Kreis zurück. Er freue sich, dass der Kreis seit mehr als 10 Jahren als Fairtrade-Kreis zertifiziert sei. Auch Kirkel, wo er zuvor Bürgermeister war, sei Fairtrade-Gemeinde, sagte John. Er hob die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Homburg hervor und lobte ausdrücklich die Arbeit von Anke Michalsky und Beate Ruffing. Die Fairtrade-Familie solle weiter wachsen, denn die Steuerungsgruppen lebten vom Engagement der Beteiligten.

Besonders erwähnte John das Pflanzen des Kinderrechtebaums, das in diesem Jahr zum 10. Mal ansteht. „Vielleicht findet sich perspektivisch im Zusammenhang damit, dass Fairtrade Kinderrechte stärkt, sogar ein Platz der Kinderrechte“, meinte Landrat John. So könnten Kinderrechte – ähnlich wie in Trier und St. Wendel – sichtbar gemacht werden.

Ein weiterer Programmpunkt des Neujahrsempfangs war ein Vortrag der 13-jährigen Matea Latz, die von Beate Ruffing vorgestellt wurde. Die Schülerin aus dem Mandelbachtal engagiert sich bereits seit Jahren in verschiedenen Projekten für Burkina Faso, das westafrikanische Herkunftsland ihres Vaters. In ihrem Beitrag schilderte sie anschaulich die Lebensbedingungen in Burkina Faso und berichtete über die Arbeit verschiedener Hilfsorganisationen, die dort aktiv sind.

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Zu den Unterstützern des Empfangs gehörte auch Boris Grosman vom Netzwerk Entwicklungspolitik im Saarland e. V. (nes). Wie Anke Michalsky berichtete, wurde mit dem Netzwerk bereits ein Workshop an der Luitpoldschule organisiert. Grosman erläuterte, dass über das Netzwerk unter anderem Projekte unter dem Stichwort „Kompass Globales Lernen“ umgesetzt werden. Damit soll globales Bewusstsein gestärkt und der Blick auf internationale Zusammenhänge geschärft werden – ein Anliegen, das gut zum fairen Neujahrsempfang in Homburg passte.

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