Auch wenn die Saison noch lang ist: kurzfristig wird der FC 08 Homburg nach dem durchwachsenen Saisonstart, trotz zweier Erfolge in den vergangenen beiden Partien, in diesem Jahr nicht unbedingt um die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die dritte Liga spielen. Zu konstant punktet die Konkurrenz aus der Landeshauptstadt. Und doch ist dieses mittelfristige Ziel für den Verein gesteckt. Da soll zukünftig dann auch die Sportstätte mithalten können. 

Denn das ehrwürdige Waldstadion, Schauplatz zahlreicher legendärer Spiele, ist in die Jahre gekommen. Die hohen Anforderungen des DFB an die Sportstätten der höheren Spielklasse, wie beispielsweise eine Rasenheizung oder 2000 Sitzplätze vorzuhalten, werden kaum erfüllt. Dabei krankt es schon an einfachen Dingen: Die Umkleidekabinen sind, neben oberflächlichen Renovierungen in der Vergangenheit, in ihrem Bestand schon Jahrzehnte alt, sanitäre Anlagen sucht man auf der Gegengerade vergeblich. Daher sorgte der gestrige Besuch von Innenminister Klaus Bouillon für freudige Gesichter.

Schon 2017 hat der Innenminister im Vorfeld der Landtagswahlen eine Million Euro für die Sanierung des Waldstadions zugesagt. Mittlerweile sind die Planungen in Homburg fortgeschritten, es stehen Investitionen an. „Wir haben beim Waldstadion einen ganz dringenden Sanierungsbedarf. In den Bereichen der Umkleidekabinen und der sanitären Anlagen, natürlich auch in den Fanbereichen, aber auch einer Überdachung über der Gegengerade. Das wird für uns das nächste Ziel sein, diese Maßnahmen umzusetzen“, freute sich Bürgermeister Michael Forster, denn Bouillon hatte abermals einen Scheck im Gepäck.

Der sah es ganz pragmatisch: „Wir haben ja das Großprojekt Ludwigspark. Und ich fürchte das wird noch teurer. Vor diesem Hintergrund ist es für mich selbstverständlich, dass man auch den anderen Vereinen hilft. Wenn wir den Ludwigspark mit 14,5 Millionen Euro unterstützen, dann ist es mehr als recht und billig, dass das Waldstadion, Neunkirchen und andere Sportstätten ebenfalls in den Genuss von Fördergeldern kommen“, so Klaus Bouillon bei der Übergabe der Geldspritze. 

Insgesamt belaufen sich die finanziellen Zusagen aus dem Innenministerium dann auf drei Millionen Euro. Damit könnten zumindest die eigentlich selbstverständlichen Dinge wie sanitäre Anlagen auf der Gegengerade umgesetzt werden. Aber auch der Frage über die Anforderungen die der moderne Fussball zum Leidwesen vieler Kommunen mit sich bringt, hat sich die Stadt gestellt.  „Wir haben hier im Waldstadion einen Sanierungsbedarf, den wir schon seit langem kennen. Wir wollen das Waldstadion umfangreich sanieren, wollen aber auch die Frage der Drittligatauglichkeit, die der FC 08 Homburg zurecht immer wieder stellt, einplanen. Deshalb haben wir uns auf den Weg gemacht, eine Grobkostenschätzung durchzuführen, die vorläufig bei rund sieben Millionen Euro (Anm.: für die Drittligatauglichkeit) landen wird. Dafür brauchen wir Unterstützung, da die Stadt Homburg das nicht alleine machen kann.“

Weiterlesen auf Seite 2

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Bitte kommentieren sie.
Bitte geben sie ihren Namen ein.