Im Hörsaalgebäude des Universitätsklinikums des Saarlandes in Homburg ist am 19. Dezember 2025 die Arbeit jener gewürdigt worden, die Medizinstudierende im Praktischen Jahr besonders intensiv begleiten. Die Medizinische Fakultät der Universität des Saarlandes verlieh an diesem Tag den PJ-Lehrpreis 2025, offiziell „Willy-Robert-Pitzer-PJ-Lehrleistungs-Auszeichnung“ genannt.
Der Preis wurde 2017 im Rahmen eines 10-Punkte-Programms zur Verbesserung der Lehre im Praktischen Jahr an der Medizinischen Fakultät eingeführt und wird seitdem jährlich vergeben. Trägerin des 1. Platzes im Jahr 2025 ist Samira Jonas aus der Neurologie. Sie setzte sich in einem anonymisierten Bewertungsverfahren gegen vier weitere nominierte Ärztinnen und Ärzte durch. Auf den 2. Platz kam Lucian Lothschütz aus der Anästhesiologie, den 3. Platz belegte Julia Pauline Folz aus der Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde.
Wie bereits im Vorjahr war die Auszeichnung mit drei dotierten Plätzen verbunden. Der 1. Platz ist mit 5.000 € ausgestattet, der 2. Platz mit 4.000 €, der 3. Platz mit 3.000 €. Gestiftet werden die Preisgelder von der Willy Robert Pitzer Stiftung mit Sitz in Frankfurt am Main. Die Stiftung fördert schwerpunktmäßig wissenschaftliche und medizinische Projekte, unterstützt daneben aber auch Sportler, Musiker und karitative Einrichtungen.

Foto: Roman Schmidt, Augenklinik UKS
Vorgeschlagen wurden engagierte Assistenz- und Fachärztinnen und -ärzte von den PJ-Studierenden selbst. In ihren Begründungen legten sie dar, warum die jeweilige Person die Auszeichnung verdient. Die Kandidatinnen und Kandidaten reichten zusätzlich ein kurzes Lehrkonzept sowie einen Lebenslauf ein und stellten sich Prof. Dr. Berthold Seitz persönlich vor. Seitz ist Fakultätsbeauftragter für das Praktische Jahr an der Medizinischen Fakultät der Universität des Saarlandes.
Insgesamt fünf Ärztinnen und Ärzte standen 2025 auf der Nominierungsliste, in alphabetischer Reihenfolge: Julia Pauline Folz (Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde), Samira Jonas (Neurologie), Clemens Klein (Neurologie), Lucian Lothschütz (Anästhesiologie) und Florian Schneider (Innere Medizin II). Die eingereichten Unterlagen wurden von Mitgliedern der PJ-Task Force und der PJ-Faculty bewertet. Maßgeblich waren dabei die Kriterien Innovation, Praxisrelevanz, Durchführbarkeit und Nachhaltigkeit der Lehrkonzepte.

Foto: Roman Schmidt, Augenklinik UKS
Nach Angaben der Fakultät überzeugten alle Nominierten die Studierenden durch großes und vorbildliches Engagement in der Lehre im Praktischen Jahr. Auch die Jury zeigte sich von den Konzepten beeindruckt. Im anonymen Ranking sammelte jedoch Samira Jonas die meisten Punkte und erreichte damit den 1. Platz der Willy-Robert-Pitzer-PJ-Lehrleistungs-Auszeichnung, gefolgt von Lucian Lothschütz und Julia Pauline Folz.
Der PJ-Lehrpreis blickt inzwischen auf eine Reihe von Preisträgerinnen und Preisträgern aus unterschiedlichen Fachrichtungen zurück. 2024 wurden Viola Horneff (Allgemeine Pädiatrie und Neonatologie), Dr. Tim Berger (Augenheilkunde) und Dr. Jakob Stögbauer (Neurologie) ausgezeichnet. 2023 ging der Preis an Dr. Lukas Pillong aus der Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, 2022 an Dr. Nourkami-Tutdibi (Allgemeine Pädiatrie und Neonatologie), 2021 an Melanie Weber, MHBA (Anästhesiologie), 2020 an Dr. Julia Radosa (Frauenheilkunde), 2019 an Dr. Torben Rixecker (Innere Medizin I), 2018 an Dr. Anouck Becker (Neurologie) und 2017 an Dr. Tobias Hüppe (Anästhesiologie).

Foto: Roman Schmidt, Augenklinik UKS
Die Willy Robert Pitzer Stiftung, die den Preis finanziert, geht auf den Architekten Willy Pitzer zurück. Er begann in den 1970er Jahren mit dem Aufbau eines Rehaklinik-Konsortiums und leitete dieses über viele Jahre. Nach seinem Tod vermachte er einen Großteil seines Vermögens der Stiftung, die bis heute den medizinisch-wissenschaftlichen Schwerpunkt pflegt und zugleich weitere gesellschaftliche Bereiche fördert.




















