Mit Fortsetzungen ist es ja oft so eine Sache. Mindestens so gut wie die Erstausgabe sollen sie sein und charakterlich ihre Einzigartigkeit noch mehr zum Vorschein bringen. Im Fall der Konzertreihe „Schlossberg en concert“ trifft beides zu. Und das spürte man an diesem Abend auch.

Es dauerte nicht lange bis die 200 Karten für die zweite Ausgabe von „Schlossberg en concert“ ausverkauft waren. Kein Wunder, verbindet die Veranstaltungsreihe doch das Beste aus Klassik und edler Spitzenküche. Ins Leben gerufen wurde sie durch die enge Zusammenarbeit des Saarländischen Staatstheaters und der Dr. Theiss Naturwaren GmbH. Mit dem Schlossberg Hotel in Homburg fand das Staatstheater im letzten Jahr eine neue Spielstätte, die sich hervorragend in das eigene Portfolio einfügt. Spitzenküche trifft Spitzenkünstler – die Gäste bekamen auch an diesem Abend wieder Entertainment pur.

Verantwortlich für die Gaumenfreuden ist im Schlossberg Hotel niemand anderes als Küchenchef Mirko Bunk. Mit Leidenschaft und höchster Präzision zauberten er und sein Team ein 3-Gänge-Menü, das keine Wünsche offen ließ. Hierbei ist eine Besonderheit, dass die einzelnen Komponenten gezielt auf das künstlerische Programm abgestimmt sind und sich auf diese Weise Musik, Theater und Kulinarik perfekt ergänzen. „Wir haben im Mittelteil Arien von Rossini, passend zum Hauptgang und das Ganze wird umrandet von ein wenig Mozart im Opernbereich und geht im Schlussteil in den sehr populären Liedbereich“, erzählt uns Alexander Reschke, Betriebsdirektor beim Saarländischen Staatstheater. Genau das ist einer der großen Unterschiede zur ersten Ausgabe, die eher klassisches Liedgut beinhaltete.

Die Gesangssolisten des Abends sind alle Mitglieder des Ensembles des Saarländischen Staatstheaters. Auf der Bühne waren diesmal Carmen Seibel (Mezzosopran), Peter Schöne und Salomón Zulic del Canto (beide Bariton). Neben ihrem Engagement bei „Schlossberg en concert“, kann man sie außerdem in eigenen Liedprogrammen, Opern und Konzerten erleben. Im Ballsaal des Schlossberg Hotels sogten sie für viel Applaus und gute Laune. Ihre Auftritte waren neben der Gesangsperfomance von hohem Unterhaltungsfaktor geprägt. Sie sangen auf der Bühne, neben der Bühne und liefen sogar währenddessen durch den Saal. Das kam beim Publikum sehr gut an. Klassische Kunst hautnah erleben, fühlen und in Verbindung mit der Kulinarik, auch schmecken.

Als Nebenstory muss man wissen: Gioacchino Rossini, dessen Musik erklang, war einst nicht nur dafür berühmt, dass er viele poluläre Opern geschrieben hat sondern er war auch ein leidenschaftlicher, Esser, Genießer und Koch. Es gibt sogar ein eigenes Rossini-Kochbuch. Von ihm und über ihn. Und genau daher war die Hauptspeise passend zum Thema „Tournedo Rossini mit getrüffelter Kartoffelmousseline, Karotte und Topinambur“. Eröffnet wurde der Abend mit „Jakobsmuscheln mit Roter Bete und schwarzen Linsen an winterlichem Salatbouquet“ und abschließend wurde den Gästen als Dessert „Rum-Kokoskugel mit Gewürzorange und Joghurt“ serviert. Aus der Küche erzählte man uns, dass allein in der Nachspeise elf verschiedene Komponenten verarbeitet sind. Auch das zeigt, wie vielschichtig Geschmack ist und mit wieviel Detailliebe in der Küche des Schlossberg Hotels gearbeitet wird.

Wenn man sich außerhalb Homburgs umhört, bekommt man aus der Hauptstadt durchweg positive Resonanzen. Dass Homburg zum neuen Klassik-Standbein avanciert, das ist mittlerweile durchweg angekommen. „Direkt am nächsten Morgen nach der ersten Ausgabe im letzten Jahr, gingen bei uns schon die ersten Anfragen nach einer Forsetzung ein“, erzählt Alexander Reschke vom Saarländischen Staatstheater. Das zeugt von einem großen Interesse und zeigt die überregionale Gewichtung. Es zeigt aber außerdem, dass sich Qualität und Einzigartigkeit zurecht sehr gut durchsetzen und Homburg neue Aufmerksamkeit geschenkt wird.

Am Ende des Abends treffen wir Corinna Welsch, Assistentin der Geschäftsführung im Schlossberg Hotel. „Ich bin wirklich sehr zufrieden. Die Resonanz der Gäste ist für uns das größte Lob und das ganze Team mit über 30 Angestellten hat auch heute Abend perfekt funktioniert. Wir freuen uns schon total auf die nächste Ausgabe“. Für die gibt es übrigens ab sofort bereits Tickets. Sie findet am Freitag, 24. April 2020 statt. Karten gibt es über die Homepage des Staatstheaters. Unser Tipp: Schnell zugreifen.

Alle Bilder des Abend:

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