Beim Greenscreen-Workshop mit Marco Gunkelmann tauchten die Kinder spielerisch in die Welt des Filmemachens ein. Foto: Tina Okuesa
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Wie fühlt es sich an, plötzlich durch den Weltraum zu schweben oder mitten in einem Dschungel zu stehen – obwohl man eigentlich in einer Kita in Rentrisch steht? Die Kinder der Kita am Stiefel haben genau das Mitte März erlebt, als ein Greenscreen-Workshop ihnen die Grundlagen des Filmemachens näherbrachte und sie selbst vor der Kamera aktiv werden ließ.

Das Konzept folgte dem Prinzip „von Klein zu Groß“: Zunächst experimentierten die Kinder an einer kleinen Greenscreen-Box, drehten erste kurze Clips und machten sich mit der Technik vertraut. Wie funktioniert ein grüner Hintergrund? Warum kann man damit plötzlich an jedem Ort der Welt erscheinen? Diese Fragen beantworteten sich für die jungen Filmschaffenden fast von selbst, sobald sie die Ergebnisse auf dem Bildschirm sahen. Im zweiten Schritt ging es dann auf die große Bühne: Die Kinder schlüpften in die Rolle von Schauspielerinnen und Schauspielern, entwickelten eigene Szenen und setzten ihre Ideen in Kurzfilmen um.

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Angeleitet wurde der Workshop von Marco Gunkelmann, der als selbstständiger Workshopleiter im Auftrag des Bundesfestivals Junger Film arbeitet. Er vermittelte die technischen Grundlagen so, dass auch die Jüngsten mithalten konnten, und ermutigte die Kinder, ihre eigenen Geschichten zu erzählen. Dabei ging es weniger um perfekte Ergebnisse als um den kreativen Prozess – darum, Ideen zu haben, sie auszuprobieren und gemeinsam etwas Eigenes zu schaffen.

Der Workshop ist eingebettet in das medienpädagogische Programm „junger Film macht Schule“, das vom Verein junger Film e.V. mit Sitz in St. Ingbert getragen wird. Der Verein richtet nicht nur jährlich das Bundesfestival Junger Film aus, sondern verfolgt auch das Ziel, Kinder und Jugendliche früh an das Medium Film heranzuführen. Ermöglicht werden kostenfreie Angebote wie dieser Workshop durch die Förderung der Peter und Luise Hager-Stiftung, die sowohl Schulvorstellungen als auch praktische Filmworkshops finanziell unterstützt.

Was in Rentrisch passiert ist, zeigt exemplarisch, dass Medienkompetenz nicht erst in der Schule beginnen muss. Schon im Kita-Alter lassen sich Kinder für die Mechanismen hinter bewegten Bildern begeistern – und lernen dabei ganz nebenbei, eigene Ideen in eine visuelle Form zu bringen. Dass sie dabei sichtlich Spaß hatten, dürfte der beste Beweis dafür sein, dass frühes Lernen und Freude kein Widerspruch sind.