Die Hitzebelastung in Städten nimmt zu – und damit auch der Handlungsdruck. In einer aktuellen Stellungnahme fordert der Stadtverband von Bündnis 90/Die Grünen Homburg konkrete Maßnahmen zur Klimaanpassung.
Hintergrund ist eine Messung mit einer Wärmebildkamera, bei der auf dem Christian-Weber-Platz am helllichten Tag 83 Grad Celsius unter einer Spielplatzrutsche festgestellt wurden. Die Grünen sehen darin nicht nur ein akutes Risiko für Kinder, sondern auch ein deutliches Signal für die Notwendigkeit nachhaltiger Stadtentwicklung.
„Homburg muss sich auf die Zukunft im Klimawandel vorbereiten“, erklärt Katrin Lauer, Sprecherin der Grünen Homburg. „Es reiche nicht, symbolische Maßnahmen wie das Aufstellen von Blumenkübeln zu ergreifen oder Flächen grün anzumalen. Stattdessen brauche es echte, flächendeckende Entsiegelung, nachhaltige Begrünung und eine umfassende Klimaanpassungsstrategie für die gesamte Stadt.“
In der Mitteilung betont der Stadtverband, dass politische Bekenntnisse auch konkrete Folgen haben müssen. Wer den Klimaschutz zur „Chefsache“ erkläre, müsse dies in der Stadtentwicklung sichtbar machen. Die Grünen fordern daher gezielte Maßnahmen, darunter:
- Förderung von Entsiegelung und Gebäudebegrünung
- Ausbau von Beschattungsflächen durch Stadtbegrünung
- Hitzeschutz im öffentlichen Raum
- Verbesserungen bei ÖPNV und Radverkehr
Gleichzeitig stellen die Grünen kritische Fragen zur Umsetzung vergangener Ankündigungen: Was ist aus der Baumpflanzaktion „100 Bäume für Homburg“ aus dem Jahr 2019 geworden? Der Eindruck: Es werde zu viel angekündigt, aber zu wenig umgesetzt.
„Es braucht eine Stadtentwicklungspolitik, die alle mitnimmt – auch mit Maßnahmen, die im privaten Bereich greifen können“, ergänzt Winfried Anslinger, Co-Sprecher der Grünen Homburg. „Wir fordern eine Mobilitätswende, die konsequent umgesetzt wird: Der ÖPNV muss zielgruppengerecht ausgestaltet werden, das Radwegekonzept vollständig umgesetzt und alternative Mobilitätslösungen im kommunalen Einflussbereich müssen endlich realisiert werden.“
Aus Sicht der Grünen müsse Homburg den Wandel aktiv gestalten, um die Lebensqualität in Zeiten des Klimawandels zu sichern. Ziel sei eine klimaresiliente Stadt, in der Gesundheit, Aufenthaltsqualität und Klimaschutz zusammengedacht werden.






















