Rund 40 Bildungsexpertinnen und -experten aus Deutschland und Frankreich haben sich Mitte März in Homburg getroffen, um über die Zukunft der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Schulwesen zu beraten. Die Kreis- und Universitätsstadt war Gastgeberin der 68. Tagung der deutsch-französischen Expertenkommission für das allgemeinbildende Schulwesen – eine Veranstaltung, die von der Europaabteilung der Saarländischen Staatskanzlei im Rahmen des Mandats von Ministerpräsidentin Anke Rehlinger als Bevollmächtigte für Kultur und Bildung organisiert wurde.
Oberbürgermeister Michael Forster empfing die Delegierten im Kulturzentrum Saalbau und machte in seinem Grußwort deutlich, wie eng Homburg historisch und gegenwärtig mit Frankreich verflochten ist. Die Wahl des Tagungsortes sei kein Zufall, betonte er: Die Stadt verfüge über vielfältige deutsch-französische Bezüge und spiele gerade im Bereich des allgemeinbildenden Schulwesens eine wichtige Rolle. Forster verwies dabei auf die Festungsanlagen nach Plänen des französischen Baumeisters Vauban, die bis heute sichtbare kulturelle Spuren der gemeinsamen Geschichte seien.
Den gemeinsamen Vorsitz der Tagung führten Dr. Deniz Alkan von der Saarländischen Staatskanzlei und Emmanuel de Tournemire vom französischen Bildungsministerium. Fachleute der Kultusministerkonferenz und Vertreterinnen und Vertreter der französischen Regionen diskutierten aktuelle bildungspolitische Fragen – darunter die Förderung des Erwerbs der jeweiligen Partnersprache, Schülermobilität, das Programm Erasmus+ sowie die Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften. Auch die spezifischen Herausforderungen und Chancen der Zusammenarbeit in Grenzregionen standen auf der Agenda.
Forster nutzte seinen Auftritt zudem, um Homburg als Wirtschafts-, Wissenschafts- und Gesundheitsstandort zu positionieren. Insbesondere die Universitätskliniken des Saarlandes und international tätige Unternehmen prägten das grenzüberschreitende Miteinander der Region. Neben diesen wirtschaftlichen Verflechtungen hob der Oberbürgermeister die lebendigen internationalen Verbindungen der Stadt hervor, darunter die intensive Städtepartnerschaft mit dem französischen La Baule.
Wie konkret sich das deutsch-französische Engagement vor Ort niederschlägt, machte Forster am Beispiel der Homburger Schulen deutlich. Das Christian-von-Mannlich-Gymnasium etwa ist als Erasmus+-akkreditierte Schule aktiv im internationalen Austausch engagiert. Darüber hinaus bestehen bereits Schulpartnerschaften mit französischen Einrichtungen, weitere Programme befinden sich in der Planung. Für Forster ein Beleg dafür, dass die deutsch-französische Freundschaft in Homburg nicht nur auf dem Papier existiert, sondern im Alltag gelebt wird.
Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wünschte der Oberbürgermeister eine erfolgreiche Tagung und einen angenehmen Aufenthalt in der saarländischen Kreisstadt. Die Expertenkommission tagt seit Jahrzehnten regelmäßig, um den Bildungsaustausch zwischen beiden Ländern weiterzuentwickeln – dass sie diesmal in Homburg zusammenkam, unterstreicht die Bedeutung der Grenzregion für das deutsch-französische Verhältnis.





















