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Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) ist der globalen Initiative zur Nichtverbreitung fossiler Energien beigetreten und bekräftigt damit ihre Forderung nach einem schnellen Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas. Um den globalen Vertrag zur Nichtverbreitung für fossile Energien (englisch: „Fossil Fuel Non-Proliferation Treaty) voranzutreiben, hat die DUH zehn Städten und Gemeinden Gesprächsangebote unterbreitet. Alle Kommunen in Deutschland ruft die DUH dazu auf, sich ebenfalls der globalen Initiative anzuschließen, den Nichtverbreitungs-Vertrag zu unterzeichnen und sich aktiv zum Ausstieg aus fossilen Energieträgern zu bekennen.

Dazu Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH: „Der Ausstieg aus fossilen Energien ist eine globale Aufgabe. Wir müssen jetzt handeln, wenn wir die Pariser Klimaziele noch einhalten wollen. Gerade langfristige Lieferverträge für LNG und der Aufbau neuer fossiler Infrastruktur treiben uns weiter in die fossile Abhängigkeit und müssen gestoppt werden. Der Nichtverbreitungsvertrag für fossile Energien ist daher ein wichtiger Schritt und sendet einen Appell an die Bundesregierung: Schluss mit den fossilen Energien. Dafür braucht es eine breite Basis an Unterstützern. Gerade, weil Städte und Gemeinden Schlüsselakteure in der Klimakrise sind, müssen wir sie mit ins Boot holen.“

Michael Poland, Kampagnen-Direktor der Initiative, ergänzt: „Ich freue mich, dass eine der größten und renommiertesten deutschen Nichtregierungsorganisationen die Forderung nach einem Vertrag über die Nichtverbreitung fossiler Brennstoffe unterstützt und Maßnahmen ergreift, um andere zu ermutigen, sich ebenfalls der globalen Initiative anzuschließen. Wir haben bereits gesehen, wie Basis-Koalitionen von Organisationen der Zivilgesellschaft, Städten, subnationalen Regierungen und Akademikern in anderen Ländern eine erhebliche Dynamik hinter dem Vorschlag aufgebaut haben. Wir hoffen nun, dass sich in den kommenden Monaten auch in Deutschland Organisationen, Städte und Parlamentarier dieser wichtigen Initiative anschließen werden.“

Die globale Initiative zielt darauf ab, Förderung und Produktion fossiler Brennstoffe im Einklang mit der globalen 1,5-Grad-Grenze auslaufen zu lassen. Der Vertrag wurde bereits von Parlamentariern, mehr als 750 Organisationen, 12 Städten, über 2.500 Wissenschaftlern, indigenen Bewegungen sowie 101 Nobelpreisträgern, darunter dem Dalai-Lama, unterzeichnet. In Deutschland sind bereits 33 Organisationen wie Fridays for Future, Parents for Future, die Heinrich-Böll-Stiftung, Germanwatch und das German Aerospace Center dabei.

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