Am Leibniz-Gymnasium ist nach dem Teilabbruch der denkmalgeschützten Alten Turnhalle aus dem Jahr 1927 am gleichen Standort die Freiwillige Ganztagsschule (FGTS) neu gebaut worden. Zwei Jahre nach Baubeginn wird die FGTS nun eingeweiht.
Nachdem der Kreistag am 28. Februar 2013 die Umsetzung des Bauvorhabens beschlossen hatte, konnten die Baumaßnahmen im August 2014 starten. Die Rohbaufertigstellung erfolgte im April 2015. Insgesamt wurden 4,3 Millionen Euro in das Passivgebäude investiert. Das ausführende Architekturbüro in Ergänzung zum Kreisbauamt war das Büro PlanGalerie aus Mandelbachtal. Für die Gebäudetechnik wurde das St. Ingberter Ingenieurbüro InTecha /Kreanovus beauftragt. Die ausführenden Statiker kamen vom Planungsbüro Burger und Stolz aus St. Ingbert.
Vom Landesdenkmalamt wurden für die Neuplanung Rahmenbedingungen festgelegt, um die stadtbauhistorische Wirkung zu erhalten. Hierzu wurden wesentliche Teile der alten Bausubstanz, wie z.B. der Kopfbau, die Kubatur (Proportion und Dimension) sowie die Anbindung an das Hauptgebäude (Arkade) als Gelenkfunktion in den Neubau integriert. Dabei wurden aber auch Aspekte wie Kosten, Ökonomie und Nachhaltigkeit gleichermaßen beachtet. Um die Entwicklung des energiesparenden Bauens an diesem Schulstandort voranzubringen, wurde der Neubau der FGTS ebenso wie der Schulneubau als Passivgebäude umgesetzt.
Wie auch am Schulneubau war das Passivhausdienstleitungsinstitut beratend tätig und soll später die Zertifizierung vornehmen. Die Ausführung ist in Massivbauweise erfolgt. Die Betonmassen werden teilweise als thermische Speichermasse genutzt und in die hochwärmegedämmte Fassade des Neubauteils sind Fenster mit 3-Scheiben-Wärmeschutzverglasung eingebaut worden. Die Dichtheit der Gebäudehülle wurde in einem abschließenden Blower-Door-Verfahren nachgewiesen. Die heizungstechnische Wärmeversorgung erfolgt über eine Anbindung an die vorhandene Heizzentrale im Altbau. Die Raumbeheizung erfolgt prinzipiell ausschließlich über die Lüftungsanlage.


















