Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Homburg ist Tag und Nacht mit Einsätzen, Ausbildungen und Betreuung des Nachwuchses gefordert – und sie ist eine tragende Stütze für die Sicherheit in Homburg.
Im Rückblick auf das zu Ende gehende Jahr legte die Wehrführung Zahlen vor, die das Ausmaß dieser Verantwortung greifbar machen. Wie die Feuerwehr mitteilt, wurden von Januar bis November 483 Einsätze bewältigt, bei denen 92 Menschen gerettet werden konnten. Für elf Personen kam jede Hilfe zu spät. Diese Einsätze reichten von schweren Verkehrsunfällen über Brände bis hin zu Situationen, die den Einsatzkräften emotional viel abverlangten. Insgesamt wurden dabei 25.241 Einsatzstunden geleistet – unentgeltlich, neben Beruf, Ausbildung oder Familienleben. Nach Einschätzung von Udo Eckhardt, dem stellvertretenden Wehrführer, entspräche dieser Aufwand „16 Vollzeitstellen, die man dafür vorhalten müsste“.
Diese Zahlen beschreiben jedoch nur einen Teil der Arbeit. Zur Feuerwehr Homburg gehören 235 aktive Kräfte, die regelmäßig an Übungen teilnehmen, technische Ausbildungen absolvieren und Veranstaltungen in der Stadt absichern. Ein Schwerpunkt liegt auf der Nachwuchsarbeit: Laut Eckhardt engagieren sich 100 Kinder und Jugendliche in den vier Jugendfeuerwehren der Stadt, unterstützt von Betreuern, die sie Schritt für Schritt an den aktiven Dienst heranführen. Damit ist die Jugendfeuerwehr einer der stärksten Bereiche der gesamten Organisation.
Auch bei der Ausstattung gab es 2025 wichtige Fortschritte. Nach Angaben der Feuerwehr wurden trotz angespannter Haushaltslage Mittel bereitgestellt, um den Fuhrpark und die Einsatzfähigkeit weiterzuentwickeln. Dazu zählen die Beschaffung von drei Hilfeleistungslöschfahrzeugen, die im kommenden Jahr in Dienst gehen und moderne Technik für Brandbekämpfung und technische Hilfeleistung bieten. Ergänzt wurde dies durch ein Ausbildungsseminar in einer gasbefeuerten Anlage am Flughafen Zweibrücken, an dem zehn Feuerwehrangehörige teilnahmen. Dass diese Investitionen notwendig sind, zeigte sich nicht zuletzt an der steigenden Zahl komplexer Einsätze im Stadtgebiet.
Ein Ehrungsabend im Dezember rückte traditionell das Engagement vieler Feuerwehrleute in den Mittelpunkt. Besonders hervorgehoben wurden die jahrzehntelangen Dienste von Herbert Braun und Ludwig Persch, die für 70 Jahre Zugehörigkeit ausgezeichnet wurden. Ebenso gewürdigt wurde Hans-Peter Schad, der nach mehr als fünf Jahrzehnten in den aktiven Dienst verabschiedet und für seine Verdienste mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Bronze geehrt wurde. Sie stehen stellvertretend für Generationen, die das System der Freiwilligen Feuerwehr tragen und weitergeben.
Ein fester Bestandteil der Homburger Feuerwehrarbeit ist zudem der Blick über die Stadtgrenzen hinaus. Bereits seit zehn Jahren besteht eine enge Verbindung zur Feuerwehr im französischen La Baule. Für ihr Engagement in dieser Partnerschaft erhielten Simone Lukas und Christophe Tupinier die Deutsche Feuerwehr-Ehrenmedaille. Die Feuerwehr beschreibt die Verbindung beider Wehren als gewachsenes, freundschaftliches Verhältnis, das weit über offizielle Anlässe hinausgehe.
Während der Ehrungen war die Einsatzbereitschaft im Stadtgebiet gewährleistet: Nachbarwehren aus Waldmohr, Bexbach, Kirkel und Blieskastel übernahmen während der Veranstaltung die Absicherung. Auch das zeigt, wie eng die Zusammenarbeit im regionalen Brand- und Katastrophenschutz verzahnt ist – und wie sehr die Feuerwehren aufeinander angewiesen sind.
Der Blick auf die Bilanz des Jahres macht spürbar, welche Bedeutung die Freiwillige Feuerwehr für Homburg hat. Sie ist keine abstrakte Organisation, sondern eine Gruppe engagierter Menschen, die Verantwortung übernehmen und auch unter schwierigen Bedingungen handlungsfähig bleiben. Der Ehrungsabend war ein guter Anlass, genau daran zu erinnern.























