Quelle: FC 08 Homburg

Das hatte man sich beim FC Homburg für diese Saison 2025/26 in der Regionalliga Südwest ganz anders vorgestellt. Bereits nach zwei Spieltagen ist bei den Grün-Weißen im Verein und bei seinen Fans Ernüchterung eingekehrt. Nach dem enttäuschenden 1:1 zum Auftakt im Homburger Waldstadion gegen den KSV Hessen Kassel, kassierte der FCH am Sonntag bei der U23 des SC Freiburg eine 3:5-Pleite und steht mit erst einmal Punkt nach diesem Fehlstart nur auf Platz zwölf.

Seitz stellte nach dem Spiel im Freiburger Dreisamstadion vor 1100 Zuschauern sichtlich angefressen fest: „Wir haben die ersten 10, 15 Minuten sowohl von der ersten Halbzeit, als auch nach der Pause verschlafen.“ Oder anders ausgedrückt: in diesen beiden Spielabschnitten war seine gegenüber dem Heimspiel gegen Kassel unveränderte Startelf nicht auf dem Platz. Nach zehn Minuten der erste Torschuss des SCF II durch Elijah Oguguo und die Rot-Weißen durften das 1:0 bejubeln. Zwei Minuten später Schuss von Noha Wagner, abgefälscht und damit unhaltbar für FCH-Keeper Michael Geit und es stand 2:0 für die U23 des SC Freiburg. 

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Dann Glück für den FCH, dass Louis Tober (16.) eine Hereingabe von Außen nicht richtig erwischte, ansonsten wären die Grün-Weißen mit einem 0:3-Rückstand aussichtslos bei Temperaturen über 30 Grad im Stadionkessel hinten gewesen. Seitz: „Es spricht für die Moral und auch für unser Leistungsvermögen, wie wir dann zurück ins Spiel fanden.“ Und wie! Die über 100 mitgereisten FCH-Anhänger staunten, wie ihre Mannschaft zum einen die Nackenschläge der ersten 15 Minuten hinnahmen, zum anderen nach 20 Minuten immer besser ins Spiel fanden. 

Mendler spielte Miguel Goncalves an und der ließ Freiburgs Keeper Kilian Katz zum 1:2 (29.) keine Abwehrchance. Nur sechs Minuten später glich Oliver Kovacic nach Traumpass von Mendler für den FCH zum 2:2 aus. Und es kam noch besser. In der 45. Minute verwandelt Markus Mendler einen Strafstoß zur 3:2-Führung. Roland Seitz: „Wir hätten sogar noch deutlicher vorne liegen können.“ Mendler setzt Minos Gouras in Szene, der aber vergab frei vor dem Tor in der Nachspielzeit auftauchend die Riesenchance zum 4:2. Ein Vorsprung, der zu diesem Zeitpunkt auch verdient gewesen wäre.

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Aber es kam anders. Erster Angriff des SC Freiburg II nach dem Seitenwechsel. David Amegnaglo schob von der linken Seite im Strafraum auftauchend und alleingelassen zum 3:3 (48.) ein. Nur sieben Minuten später Foul von Röseler an Tober. Strafstoß für Freiburg durch Amegnaglo und die U23 des SCF hatte zum 4:3 die Partie innerhalb weniger Minuten gedreht. Seitz reagierte, brachte mit Baum, Mata und Schumann für Ristl, Steinhard und Qenaj neues Personal nach einer Stunde. Doch wie gegen Kassel brachten diese Einwechselung nichts. Die Homburger Defensive erwies sich weiter als nicht regionalligareif, ließ die eine oder andere gute Konterchance der Freiburger zu, während man vorne bis auf zwei Halbchancen des Ex-Mainzers Mata nicht viel zustande brachte. 

Die Torgefährlichkeit der Grün-Weißen der ersten Halbzeit war wie weggeblasen. Seitz: „Es war eine Kopfsache. Wir kamen nach dem erneuten Rückschlag in Halbzeit zwei nicht mehr zurück.“ Angesichts des Aufwands in der ersten Halbzeit wurde es bei heißen Temperaturen dann auch wohl eine Kraftsache. Freiburg brauchte nur auf die Fehler der Vierer-Abwehrkette zu waren. In der dritten Nachspielminute dann ein Handspiel von Tim Steinmetz und den fälligen Handelfmeter verwandelte Louis Tober zum 5:3-Sieg der U23 des SC Freiburg.

Enttäuscht natürlich die FCH-Spieler nach der unnötigen, wie auch sehr bitteren Niederlage. Innenverteidiger Nils Röseler: „Wir haben in der Anfangsphase der ersten und zweiten Halbzeit sehr schlecht verteidigt. So etwas darf uns nicht passen. Nachdem wir zurückkamen, hätten wir zur Pause deutlicher führen können, aber dann kamen wir ganz schlecht nach der Halbzeit ins Spiel.“ Goncalves meinte, dass man nach dem 0:2-Rückstand die richtige Reaktion gezeigt habe. „Aber dann ist es halt passiert und wir haben verloren. Ärgerlich, die Art und Weise.“ 

Jetzt gilt es den Fokus auf das DFB-Pokalspiel am kommenden Sonntag um 18 Uhr gegen den Zweitligisten KSV Holstein Kiel zu richten. Lernen muss der FC Homburg allerdings aus seinen Fehlern aus den bisherigen beiden Punktspielen. Für Homburgs Trainerteam gilt es genau zu analysieren, weshalb ihre Elf ihr vorhandenes Potential nicht konstant über 90 Minuten auf den Platz bringt und in der Defensive gegen eine keinesfalls spielerisch starke U23 des SCF so schlecht aussah.

FC Homburg: Gelt – Steinhard (60. Schumann), Kober, Röseler, Steinmetz – Mendler, Goncalves, Ristl (60. Baum), Qenaj (60. Mata) – Gouras (87. Petermann), Kovacic (76. Suljic)

Tore: 1:0 Oguguo (10.), 2:0 Wagner (12.),  2:1 Goncalves (29.), 2:2 Kovacic (35.), 2:3 Mendler (FE 45.), 3:3 Amegnaglo (48.), 4:3 Amegnaglo (FE 55.), 5:3 Tober (HE 90.+3)

Zuschauer: 1124

Schiedsrichter: Hofheinz