Zeigte gegen Elversberg nach seiner Einwechslung eine starke Partie: FCH-Stürmer Patrick Dulleck Foto: FC 08 Homburg

Nach dem 1:1-Unentschieden im Saar-Derby gegen die SV Elversberg steht nun das erste Heimspiel von Timo Wenzel als Trainer des FC Homburg auf dem Programm. Gegner ist am morgigen Samstag um 14 Uhr die formstarke TuS Rot-Weiß Koblenz. Für den FCH geht es in diesem Spiel vor allem darum, an die gute Leistung vom Derby anzuknüpfen.

„Glücklich“ und „zufrieden“ war Wenzel nach der Partie gegen die SVE. „Ich ziehe den Hut vor der Mannschaft. Chapeau!“ Mit Lob sparte der neue Trainer also nicht gerade. Schließlich hatte sich sein Team in Unterzahl noch einen verdienten Punkt erkämpft. Gar den Sieg hatte man kurz vor Schluss noch auf dem Fuß. Aber auch so fühlte sich das Zustandekommen des Ergebnisses wie ein solcher an, denn der Auftritt an der Kaiserlinde stach aus der so enttäuschend verlaufenen Saison deutlich hervor. Das vor allem, weil das Team durchaus selbstbewusst aufspielte und defensiv gegen den zweitbesten Sturm der Liga sehr stabil stand. Zwei Aspekte, die in dieser Form neu waren und somit durchaus der Arbeit von Wenzel und seinem Trainerteam gutgeschrieben werden können.

Doch auch am vergangenen Samstag schlich sich wieder einmal ein haarsträubender individueller Fehler ins Spiel ein, der den FCH um ein noch besseres Ergebnis brachte. Dieses Mal war es mit Daniel di Gregorio einer der unbestrittenen Leistungsträger des Teams, der sich einen Patzer leistete. Neben diesen Aussetzern, war es gerade in den vergangenen Monaten auch die Konstanz, die fehlte und eine bessere Platzierung zunichte machte. Nach spielerisch durchaus guten Spielen gegen Ulm oder Offenbach folgte im nächsten Match meist wieder eine schwächere Leistung. Es wird dementsprechend spannend zu sehen sein, ob Wenzel es schafft, dass die Grün-Weißen auch einmal über einen längeren Zeitraum wieder überzeugen können.

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Einfach wird das am Samstag nicht, denn mit der TuS Rot-Weiß Koblenz kommt eine der formstärksten Mannschaften der Liga ins Waldstadion. Aus den letzten acht Spielen hat die Mannschaft von Trainer Heiner Backhaus starke 17 Punkte geholt; besser als der Zwei-Punkte-Schnitt also, auf den man beim FCH nun schon seit langer Zeit wartet. Durch diese Serie hat sich die TuS, nachdem man lange Zeit tief im Tabellenkeller feststeckte, bis ins Mittelfeld vorgearbeitet. Als Tabellen-11. haben die Rheinländer bei einem Spiel weniger nur noch vier Punkte Rückstand auf die Homburger. Eins ist also klar: Das Team, das morgen in Homburg zu Gast ist, hat nicht mehr viel mit der Elf zu tun, die der FCH im Hinspiel mit 4:0 abfertigte. „Das ist eine komplett andere Mannschaft als noch in der Hinrunde. Sie haben Qualität hinzugewonnen und spielen auch anders, mit vielen hohen Bällen und einer guten Arbeit gegen den Ball“, warnt Wenzel.  Es wartet also eine ernstzunehmende Aufgabe auf die Heimelf, um den Lauf der Rot-Weißen zu stoppen. Auf dem Papier ein dröges Mittelfeldduell, ist es gerade für die Homburger Gelegenheit zu zeigen, dass man unter dem neuen Coach nachhaltig auf dem Weg der Besserung ist.

Herausfordernd dürfte das Spiel nicht nur aufgrund der starken Form der Koblenzer werden, sondern auch, weil bei den Saarpfälzern wieder wichtige Spieler ausfallen. Neben den Langzeitverletzten müssen gegen Koblenz Philipp Hoffmann (Wadenprobleme), David Salfeld (Rotsperre) und Mart Ristl (Gelbsperre) ersetzt werden. „Wir haben aber adäquaten Ersatz und von daher ist mir gar nicht bange“, ist Wenzel zuversichtlich. „Wenn wir so spielen wie gegen Elversberg und alles raushauen, bin ich felsenfest davon überzeugt, dass wir das Spiel gewinnen.“ So wie in der Vergangenheit fast schon traditionell gegen die Koblenzer: Bisher konnte der FCH alle vier Partien der Vereinsgeschichte gegen die TuS Rot-Weiß Koblenz gewinnen. Sollte das auch morgen gelingen, wäre dies ein weiterer Schritt hin zu der Konstanz, die der neue Trainer gerade auch für die Heimspiele mit klaren Worten als Ziel vorgibt. „Wir wollen wieder eine echte Macht zu Hause werden!“ 

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