Bild: FC 08 Homburg.

Nach einer langen Vorbereitung stand für den FC 08 Homburg das letzte Testspiel an. Im Waldstadion trafen die Grün-Weißen zur offiziellen Saisoneröffnung auf den französischen Viertligisten FCSR Haguenau. Im Vorfeld sprach Trainer Timo Wenzel davon, ganz oben angreifen zu wollen. Der deutliche 4:0-Erfolg kann jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass es dafür noch eine Menge Arbeit braucht.

„Ich zähle uns zu den Meisterschaftsfavoriten.“ So deutlich und klar hat diesen Anspruch schon lange kein FCH-Trainer mehr formuliert. Coach Timo Wenzel nahm aber genau diese Worte in den Mund, als er vor dem letzten Testspiel der Vorbereitung gegen den FC Haguenau vor das Mikro trat. Für die Aussage gab es spontanen Applaus von den zahlreich erschienen Fans, die es sich zur Saisoneröffnung auf der Tribüne im Waldstadion bequem gemacht hatten.

Viel Applaus gab es schließlich auch bei der offiziellen Mannschaftsvorstellung, bei der noch einmal deutlich wurde, wie groß der Umbruch bei den Homburgern (mal wieder) ist. 12 Neuzugänge zählt der Kader, fünf davon standen im letzten Testspiel in der Startformation. Im Tor stand mit David Salfeld ein alter Bekannter, dagegen war die Innenverteidigung mit den Zugängen Michael Heilig und Lukas Hoffmann komplett neu formiert. Rechts verteidige Luca Plattenhardt, links Philipp Schuck. Im Mittelfeld liefen Mart Ristl, Tim Steinmetz, Fanol Perdedaj und Markus Mendler auf. Dabei kam Steinmetz eher über das linke Halbfeld, während Perdedaj die rechte Seite besetzte. Als hängende Spitze lief Neuzugang David Hummel auf und in der Sturmspitze agierte der nach langer Verletzungspause genesene Thomas Gößweiner. Stürmer Fabian Eisele musste mit Schulterproblemen passen, soll laut Wenzel aber in der nächsten Woche wieder voll ins Training einsteigen. Ansonsten standen alle Spieler zur Verfügung.

Dennoch war die erste Hälfte keineswegs ein Feuerwerk an Spielideen. Das FCH-Spiel wirkte äußerst behäbig, überraschende Aktionen gab es nur wenige. Viel zu viel lief über die Mitte, nicht zuletzt deshalb, weil die Flügel zu wenig besetzt wurden. So dauerte es bis zur 24. Minute, bis die Homburger zum ersten Mal gefährlich vors Tor kamen, doch Gösweiners Schuss aus halbrechter Position flog doch ein Stück über den Kasten. Wohl unfreiwillig besser machte es der Österreicher fünf Minuten später, als sein scharfer, aber zu ungenauer Schuss von Hummel ins Tor bugsiert wurde. Ein Treffer, der wie aus dem Nichts kam.

Der Rest der Halbzeit blieb ähnlich ereignislos und auch nach der Pause passierte nicht viel. Ab und zu kam Haguenau gefährlich vors Tor, doch meist fehlten Zentimeter zum Torerfolg. Bei den Homburg fehlte die letzte Konsequenz im Offensivspiel; wirklich zwingend waren diese selten. Schwung kam schließlich mit der Einwechslung von Neuzugang Arman Ardestani ins Spiel. Der gebürtige Homburger sorgte sofort für Wirbel und prompt fiel das 2:0. Eine schöne Kombination über mehrere Stationen, an der auch Ardestani beteiligt war, schloss der eingewechselte Joel Gerezgier erfolgreich ab (63.).

10 Minuten später war es dann Mendler, der nach einer mustergültigen Hereingabe von Ardestani den dritten Treffer für den FCH besorgte. Nur kurze Zeit später hätte Ardestani fast einen weiteren Treffer aufgelegt, doch seine passgenaue Hereingabe konnte Hummel nicht verwerten. So war es dann der eingewechselte Philipp Hoffmann, der die Kugel mit einem wunderschönen Dropkick zum 4:0 in den Winkel beförderte. Ein perfekter Einstand des 30-Jährigen, der nach langer Verletzungspause für die letzten zehn Minuten in die Partie kam.

Am Ende stand ein verdienter 4:0-Erfolg, der aber mit Sicherheit etwas zu hoch ausfiel. Gerade mit Blick auf die ersten 60 Minuten liegt noch viel Arbeit vor den Grün-Weißen, wenn man tatsächlich um den Aufstieg mitspielen möchte. Das Offensivspiel wirkte oftmals zu statisch und auch defensiv ließ man gegen einen allenfalls durchschnittlichen Gegner zu viele Möglichkeiten zu. Die Euphorie bei den Fans ist dennoch da: Bis jetzt wurden bereits 30% mehr Dauerkarten verkauft als für die letzte Saison. Und auch beim letzten Testspiel war auf der Tribüne des Waldstadions einiges los. Wirklich ernst wird es für Mannschaft und Fans aber erst am kommenden Samstag, wenn man um 14 Uhr beim FC Rot-Weiß Koblenz das erste Saisonspiel bestreitet.

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