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„Hast Du mal ein Ladekabel für mein Handy, Modell XYZ?“ Diese Frage soll 2024 der Vergangenheit angehören. Die EU Staaten haben sich auf einheitliche Kabel für alle Handys, Kameras und Kopfhörer geeinigt. Dann heißt es: Einheitskabel statt Kabelsalat. Finden Sie hier alle Details im Überblick.

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Das Chaos mit den unterschiedlichen Ladekabeln für Handys, Tablets oder Kameras hat bald ein Ende. In Deutschland und der gesamten Europäischen Union dürfen die Hersteller neue Modelle tragbarer elektronischer Geräte ab 2024 nur noch mit einem Einheitsladekabel verkaufen. Bundesverbraucherschutzministerin Steffi Lemke lobte die Entscheidung: „Das macht das Leben für Verbraucherinnen und Verbraucher leichter, schont den Geldbeutel und die Umwelt. Endlich ist Schluss mit dem Kabelsalat in der Schublade.“

Bis Ende 2024 wird USB-C als neuer Standard vorgeschrieben für Mobiltelefone, Digitalkameras, Kopfhörer, Tabletcomputer, Videospielekonsolen, Keyboards, E-Reader, Navigationsgeräte, Headsets und tragbare Lautsprecher, sofern sie mit einem Kabel aufgeladen werden. Es ist dann nicht mehr notwendig, jedes Mal ein anderes Ladegerät zu kaufen, wenn man ein neues Mobiltelefon oder ein ähnliches Gerät kauft: Alle können mit demselben Ladegerät aufgeladen werden. Ab 2026 wird der Ladestandard dann auch für Laptops gelten.

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Damit Verbraucher genau wissen, was sie kaufen, wird ein Piktogramm angeben, ob ein neues Gerät mit einem Ladegerät und einem Etikett geliefert wird, das die Ladeleistung angibt. Verbraucher haben die Wahl, ob sie ein neues Gerät mit oder ohne Ladegerät kaufen möchten.

Große Mengen Elektroschrott

Die einheitlichen Ladegeräte werden außerdem zu einer erheblichen Reduktion von Elektroschrott führen. Pro Jahr fallen durch die verschiedenen Ladegeräte rund 11.000 Tonnen Elektroschrott an. Ein Ladegerät, das auf mehrere Geräte passt, spart nicht nur Geld und Zeit, sondern hilft somit auch, Elektronikschrott zu reduzieren.

Hintergrund
Im Jahr 2020 kauften die Verbraucher in der EU etwa 420 Millionen elektronische Geräte. Sie besitzen im Durchschnitt drei Ladegeräte, um diese elektronischen Geräte aufzuladen – von denen sie regelmäßig zwei verwenden.Trotzdem berichteten 38 Prozent von Ihnen, dass sie Probleme beim Laden ihrer Geräte hatten, weil kein kompatibles Ladegerät verfügbar war. Um diese Probleme anzugehen, hatte die Europäische Kommission am 23. September 2021 einen Vorschlag für ein gemeinsames Ladegerät vorgelegt, dem das Europäische Parlament und die EU-Mitgliedstaaten zugestimmt haben.

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