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Traditionell findet am ersten Augustwochenende in Homburgs größtem Stadtteil in Erbach, die Kerb statt. In früheren Jahren konnte man an „de Kerb“, mit den Straußbuwe und Määde, durch die Kneipen und Lokale des Ortes ziehen. Doch schon seit einigen Jahren findet auch die Erbacher Kerb, mit einer Ausnahme, bei den Vereinen, der SG Erbach, dem OGV Erbach und im Thomas-Morus-Haus statt.

Auf der Eichheck, bei der Sportgemeinde Erbach, versucht man jedes Jahr mit einem Programm die Kerwe hochleben zu lassen, was am starken Besuch gesehen, bisher immer gelang. So feierte man auch in diesem Jahr, trotz des keineswegs sommerlichen, eher schmuddeligen Wetters die Kerb auf der SGE vom 4. bis 7. August.

Bereits am Freitagabend heizte das Duo „Bright Star“ um Marco Eifler und Daniel Boßlet den zahlreichen Kerwegästen ein. Am Kerwesamstag empfing die 1. Mannschaft der SG Erbach, die zweite Mannschaft des FSV Jägersburg II zum Kerwespiel auf der Eichheck, das die Elf der SG mit 3:1 gewann. Am Sonntag war Familientag und beim traditionellen „Kerwemittagessen“ trafen sich viele SGler und weitere Gäste. Bei Hähnchen und Haxen mit Pommes vom Buchenholzgrill erzählte man sich die Neuigkeiten aus dem Dorf und über die gute Alte Zeit.

Der Obst- und Gartenbauverein Erbach hatte seine Mitglieder und Vereinsfreunde für den Kerwesonntag zum Frühschoppen, mit anschließenden Mittagessen eingeladen. Für gute musikalische Unterhaltung am Nachmittag sorgte Alleinunterhalter Harald Keller. Am Kerwemontag lud dann die Pfarrgemeinde St. Andreas zu Mittag ins Thomas-Morus-Haus, zum traditionellen „Leberknödel-Essen“ ein. Die ehrenamtlichen Helfer in der Küche, der Kasse und im Service trugen alle mit bei, dass die Besucher im vollbesetzten Saal gut bedient wurden, reihum ihre Getränke und hausgemachten Leberknödel erhielten.

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Das Restaurant Ruble, das letzte verbliebene Lokal in Erbach, wo die Kerwetradition noch etwas hochgehalten wird, war am Kerwemontag mit der schönen Terrasse sehr gut besucht. Hier waren die Gäste zum alljährlichen Schlachtfest mit Wellfleisch, Leberknödel und Schlachtteller eingeladen. Ein junger Musiker unterhielt die Gäste ab dem späten Nachmittag bis in den Abend und mit dem „Heringsessen“ klang die Kerb bei Rubles am Dienstag aus.

Der grandiose Abschluss auf der Eichheck bei den Fußballern der SG fand wie in vielen Jahren zuvor am Kerwemontagabend statt. Bereits zum Frühschoppen hatte die SG ihre Kerwegäste geladen. Ging es nachmittags gemütlicher, ja sogar ruhiger zu, so änderte sich dies spätestens am frühen Abend, als die Lokalmatadoren Stefan „Ebban“ und Franky Grub den Soundcheck für eine „heiße“ Kerwemontag-Party und mehr abschlossen. Hat man die Erbacher Kerb 2023 nochmal so richtig hochleben gelassen, so war der Abend eine kurze Zeit lang etwas wehmütig. Denn schon im Vorfeld hatte der bekannte Musiker „Franky“ Grub seinen „Ausstand“ von der Musikerbühne verkündet.

Hier auf der SGE an der Kerb dankte er von der Bühne herunter den Personen, die ihn seinen musikalischen Weg ermöglichten und über die 40 Jahre Livemusik begleiteten und unterstützten. Er dankte seinen Eltern Rainer und Beate Grub, seiner Familie, Stefan, seinem Bruder, den bekannten ehemaligen Wirtsleuten Regina und Arno Bach, sowie der Familie Friedel Simon vom ehemaligen Gasthaus Simon „Alt Erbach in de Hinnergass“. Es fiel ihm nicht leicht „Tschüß“ zu sagen, das merkte man ihm an. Dann griff Stefan in die Tasten und Franky zum Mikro und die „Gruwe-Buwe“ starteten, mit ihren vielen Fans und Freunden der Erbacher Kerb, zu ihrer letzten gemeinsamen Livemusik-Party auf der Eichheck. Es wurde gesungen, geklatscht und getanzt und der Homburger Gerstensaft unserer Brauerei trug mit dazu bei, dass es ein langer und schöner Kerwemontag-Abend wurde.

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