Von links: Staatssekretär Sebastian Thul, Dr. Stephan Hirsch und Geschäftsführer Hans-Ulrich Thalhofer (hinten Mitte) vom Saar-Lor-Lux Umweltzentrum, Geschäftsführer Roman Eggs mit seiner Frau und Tochter, Referatsleiter Stefan Scheidt (MUV) und HWK-Präsident Bernd Wegner. Foto: S. John, MUV

Die Firma Fuß-Orthopädie-Technik Eggs hat das Umweltmanagementsystem EMAS in ihrem Unternehmen eingeführt. Staatssekretär Sebastian Thul überreicht, zusammen mit Bernd Wegner, Präsident der saarländischen Handwerkskammer, dem Geschäftsführer Roman Eggs die Urkunde für eine erfolgreiche Erstzertifizierung.

„Die Firma Eggs ist der erste orthopädische Schuhmacher-Meister im Saarland und bundesweit, der diese Auszeichnung erhält und sich damit zu einer nachhaltigen und ressourcenschonenden Arbeitsweise bekennt“, betont Thul. „Gleichzeitig freue ich mich, dass wir jetzt 50 EMAS-Betriebe im Saarland haben. Eine beachtliche Zahl, mit der wir uns aber nicht zufrieden geben.“  Orthopädie-Technik Eggs nutzt digitale Fertigungsmöglichkeiten und setzt wiederverwend- und verwertbare Materialien ein, um umweltfreundlicher und ressourcenschonender zu produzieren. „Mit der Einführung des EMAS-Systems unterstützen wir insbesondere kleine und mittlere Unternehmen und Handwerksbetriebe. Durch externe Gutachter können sie so ihre Einsparpotenziale steigern und mögliche Umweltrisiken mindern. Nicht zuletzt sorgt die höhere Effizienz auch für eine höhere Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen“, so Staatssekretär Thul.

Das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz fördert seit 2016 mit einem Volumen von 10.000 Euro pro Jahr die Einführung des Umweltmanagementsystems EMAS in saarländischen Organisationen und Betrieben mit weniger als 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Gefördert werden die Einrichtung von EMAS durch externe Fachkräfte sowie die Zertifizierung durch einen externen Gutachter. Anträge auf Förderung können jährlich bis 30. Juni eingereicht werden. Unternehmen und andere Organisationen, die sich an EMAS beteiligen, verpflichten sich, einen Prozess der kontinuierlichen Verbesserung der eigenen Umweltleistung zu organisieren. Dieses Managementsystem hat sich im Umweltministerium selbst seit 2003 bereits bewährt und wurde auch in allen nachgeordneten Behörden des Ministeriums eingeführt.

EMAS (Eco Management and Audit Scheme) ist das umfassendste Umweltmanagement- und Umweltauditsystem zur Verbesserung der Umweltleistung von Unternehmen und Organisationen. Die Einführung von Umweltmanagementsystemen führt in der Folge zu einer Minderung der Umweltrisiken und trägt somit zu einer Steigerung der Rechtssicherheit bei. Umweltmanagementsysteme sind geeignet, die Wettbewerbsfähigkeit und Innovation zu stärken und ein umweltverträgliches Wachstum zu fördern. Die EMAS-Verordnung tritt dafür ein, dass Betriebe mit EMAS auch einen zusätzlichen Nutzen in Form von Privilegien wie Energiesteuer-Rückerstattungen und Gebührenerleichterungen haben.

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