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Eine Million Euro zusätzlich stellt der Bund bereit, um jungen Menschen in ganz Deutschland den Zugang zu Kunst und Kultur zu erleichtern. Unter dem Titel „JUGEND.macht.KULTUR 2026″ hat Kulturstaatsminister Wolfram Weimer am 15. April eine Initiative vorgestellt, die ausgewählte bundesgeförderte Einrichtungen in die Lage versetzen soll, ihre Angebote für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene deutlich auszubauen. Das erklärte Ziel: Kreative Teilhabe unabhängig von Herkunft oder sozialem Hintergrund ermöglichen und damit zugleich demokratische Kompetenzen stärken.

„Die kulturelle Teilhabe junger Menschen ist ein Zukunftselixier der Demokratie“, sagte Weimer zum Auftakt. Gerade Jugendliche und junge Erwachsene entfalteten eine große schöpferische Kraft, wenn man ihnen Raum dafür gebe. Der Bund setze deshalb ein klares Signal: „Wir ermöglichen jungen Menschen unabhängig von ihrer Herkunft oder ihrem sozialen Hintergrund aktiven Zugang zu Kunst und Kultur.“ Mit der Initiative rückt die Bundesregierung eine Zielgruppe ins Zentrum, die in der Kulturförderung bislang nicht immer im Vordergrund stand.

Das Geld verteilt sich auf mehrere konkrete Projekte. Den größten Einzelposten von jeweils bis zu 300.000 Euro erhalten drei Programme. Zum einen das Projekt „KUNSTWELTEN“ der Akademie der Künste, bei dem Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 18 Jahren auf renommierte Künstlerinnen und Künstler treffen und selbst kreativ werden können. Zum anderen das bundesweite Förderprogramm „U25 – Richtung: Junge Kulturinitiativen“ des Fonds Soziokultur, das sich an 18- bis 25-Jährige richtet, die gesellschaftliche Themen künstlerisch aufgreifen und lokale Gemeinschaften einbinden. Drittens profitiert die Vision Kino gGmbH, die mit den Mitteln Zusatzangebote im Rahmen der „SchulKinoWochen“ schaffen will – einem der größten kulturellen Bildungsprojekte des Landes mit über 800 teilnehmenden Kinos und rund einer Million Besucherinnen und Besuchern pro Jahr.

Darüber hinaus fließen ab dem Sommer bis zu 75.000 Euro an den Deutschen Museumsbund, der damit jugendgerechte Formate in Museen entwickeln soll. Weitere bis zu 25.000 Euro gehen an die Stiftung Genshagen, die als Plattform für den Erfahrungsaustausch zwischen bundesgeförderten Einrichtungen dient. Dort sollen Kulturakteure ihre Erkenntnisse zur kulturellen Teilhabe bündeln und gemeinsam neue Partizipationsprojekte anstoßen.

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Die Initiative knüpft an bestehende Förderstränge an. Schon bisher unterstützt der Bund mit Programmen wie „Aller.Land“ die kulturelle Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern in ländlichen Räumen. „JUGEND.macht.KULTUR 2026″ verschiebt den Fokus nun gezielt auf die jüngere Generation. Weimer bezeichnete das Vorhaben als „Zukunftsoffensive für unsere Kulturnation Deutschland“, denn das Publikum von morgen und den künftigen künstlerischen Nachwuchs müsse man heute fördern. Kultur entfalte eine besondere Kraft, „wenn junge Menschen selbst kreative Ideen entwickeln und ihr Lebensumfeld in Gemeinschaft mit anderen mitgestalten“.

Ob die zusätzliche Million tatsächlich einen messbaren Unterschied macht, wird sich an der Reichweite der einzelnen Projekte zeigen müssen. Die Struktur der Initiative – verteilt auf etablierte Träger mit bundesweiter Wirkung – lässt zumindest darauf schließen, dass die Mittel schnell in laufende Programme einfließen können, statt in langwierigen Aufbauprozessen zu versickern. Für junge Menschen, die bisher keinen einfachen Zugang zu kulturellen Angeboten hatten, könnte das einen konkreten Unterschied bedeuten.

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