Persönliche Dokumente in einem Online-Bürgerkonto abrufen, Verwaltungsfragen rund um die Uhr online klären oder mit der zuständigen Sachbearbeiterin über Messenger chatten: Drei von vier Deutschen (76 Prozent) wollen in Zukunft digital mit Behörden kommunizieren. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von mehr als 1.000 Personen in Deutschland ab 16 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Jede und jeder Dritte (33 Prozent) möchte künftig ausschließlich digital mit Behörden in Kontakt treten.

Weitere 43 Prozent bevorzugen eine Kommunikation sowohl per Briefpost als auch digital. Und ein Fünftel (21 Prozent) möchte ausschließlich auf dem Postweg mit Behörden kommunizieren. Für den Online-Kontakt mit Ämtern bevorzugen die Bürgerinnen und Bürger ein persönliches Online-Servicekonto (66 Prozent). 46 Prozent möchten per E-Mail mit Behörden kommunizieren. Ein Fünftel (19 Prozent) würde auch per Messenger wie WhatsApp, Signal oder Telegram mit Ämtern in Kontakt treten.
„Was in Ländern wie Dänemark eine Selbstverständlichkeit ist, wünschen sich auch die Menschen in Deutschland: unabhängig von Zeit und Ort Behördengeschäfte zu erledigen. Den Ämtern würde das meterdicke Aktenberge ersparen, Millionen Briefe würden überflüssig und die Umstellung auf papierlose Kommunikation wäre nicht zuletzt ein wichtiger Beitrag, knappe Ressourcen wie Holz und Wasser zu sparen und das Klima zu schonen. In der Verwaltung können digitale Informationen direkt strukturiert erfasst und ohne Medienbrüche verarbeitet werden – schneller, effizienter und weniger personalintensiv“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg.

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1.004 Personen in Deutschland ab 16 Jahren telefonisch befragt. Die Fragen lauteten: „Wie würden Sie in Zukunft mit Behörden kommunizieren wollen?“ und „Sie haben angegeben, dass Sie in Zukunft digital mit Behörden kommunizieren wollen. Auf welchem digitalen Weg können Sie sich vorstellen, mit Behörden in Kontakt zu treten?“

 

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