Landrat Dr. Theophil Gallo (r.) beglückwünscht Mira Faltlhauser zu ihrem neuen Amt – mit dabei: Frank Vendulet. - Foto: Sandra Brettar

Das gab es noch nie: Eine Saarländerin ist im Juni dieses Jahres zur Vorsitzenden der Deutschen Chorjugend gewählt worden. Seither formiert Mira Faltlhauser gemeinsam mit Dr. Kai Habermehl eine – auch das ist neu – Doppelspitze im Bundesvorstand, der seinen Sitz in Berlin hat.

Mira Faltlhausers Heimat liegt im Saarpfalz-Kreis, genau gesagt in Kirkel. Anlass genug für Landrat Dr. Theophil Gallo, die neue Bundesvorsitzende einmal in die Kreisverwaltung einzuladen, um ihr zu ihrem Amt zu gratulieren. Als Mitglied im Bexbacher Schubertchor teilt er mit Mira Faltlhauser die Liebe zur Chormusik, was schon per se ausreichend Gesprächsstoff liefert. Auf der anderen Seite nahm die Studentin gerne die Einladung an, war sie doch noch nie zuvor im Landratsamt gewesen und kannte den Landrat auch lediglich aus der Zeitung. Diesem Besuch schloss sich Frank Vendulet an, seines Zeichen Vorsitzender des Kreis-Chorverbandes Homburg e.V. und Vizepräsident im Saarländischen Chorverband, der ebenfalls viel Herzblut in die Chorarbeit steckt.

Mira Faltlhauser erweckte schnell den Eindruck, dass sich ihr Leben um wenig Anderes als um Musik, Singen und Chorarbeit dreht – im positiven Sinne. Sie singt in den Chören „Vox animata“, in der „LeibnizVocalGroup“, im luxemburgischen „NordVox“, im LandesJugendChor Saar, wo sie sich auch im Vorstand engagiert, und im Ensemble „CHORisma Saar“. „Und nebenbei studiere ich dann auch noch Musikmanagement an der Universität des Saarlandes“, erzählte die Kirkelerin augenzwinkernd. Kein Wunder also, dass die Deutsche Chorjugend die 21-Jährige mit weit offenen Armen aufgenommen hat.

Als Bundesverband der singenden Kinder und Jugendlichen bietet die Deutsche Chorjugend eine Vielzahl eigener Programme an, um die musisch-kulturelle Bildung junger Menschen, Jugendbeteiligung, ehrenamtliches Engagement und den internationalen Austausch zu fördern. Auch von der besonderen Vision des Bundesverbandes sprach Mira Faltlhauser mit Funkeln in ihren Augen: „In jedem Ort ein Kinderchor, so dass Deutschland zu einem Kinderchorland wird.“

Um dieses Ziel zu erreichen, hat der Bundesverband verschiedene Strategien entwickelt, wozu auch der so genannte „Singbus“ zählt, der deutschlandweit auf Tour geht. Der „Singbus“ bringt eine interaktive „Sing- und Kling“-Ausstellung, eine ausfahrbare Bühne für Konzerte, Workshop- und Coachingangebote und nicht zuletzt ein Patenchorprogramm mit, über das Kinderchorgründungswillige mit schon bestehenden Kinderchören vernetzt werden.

Nicht ohne Stolz verkündete Frank Vendulet, dass der „Singbus“ im kommenden Frühjahr auch in Bexbach Station machen soll. Beim Stichwort „internationaler Austausch“ wurde der Landrat besonders hellhörig. Mira Faltlhauser erklärte, dass die Deutsche Chorjugend für internationale Chorbegegnungen Fördermittel aus dem Kinder- und Jugendplan (KJP) des Bundes vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vergibt und auch bei der Planung und Durchführung solcher Begegnungen beratend zur Seite steht. Damit traf sie bei Landrat Dr. Gallo ins Schwarze. Er ist stets offen für neue Ideen, um bei den bestehenden Kreispartnerschaften neue Akzente zu setzen. Warum also nicht einmal eine Chorbegegnung zwischen Jugend-Chören aus dem Saarpfalz-Kreis und einem der Partnerkreise in Frankreich, den USA, Polen oder Ukraine initiieren?

„Ich bin überzeugt, dass ein interkultureller Austausch dieser Art unserer Kontakte mit den Partnerkreisen aufwertet. Natürlich freue ich mich, wenn ich hierbei womöglich Schützenhilfe durch Sie als neue Bundesvorsitzende der Deutschen Chorjugend erhalten kann. Ich gratuliere Ihnen zu diesem Amt, aber auch allen Kinder- und Jugendchören im Saarland, die nun eine kompetente Fürsprecherin und Ansprechpartnerin sozusagen aus den eigenen Reihen on top dieses Verbandes haben. Ein solches Engagement im Ehrenamt, wie Sie es ausführen, verdient großen Respekt“, wandte sich der Landrat an Mira Faltlhauser. Diese wiederum versicherte, das Anliegen aus dem Saarpfalz-Kreis gerne in Berlin vorzutragen.

 

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