Symbolbild
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Wer mit dem Deutschlandticket unterwegs ist, muss ab dem kommenden Jahr etwas tiefer in die Tasche greifen. Zum 1. Januar 2027 steigt der Preis um sechs Prozent, von derzeit 63,00 Euro auf dann 66,80 Euro. Für Mobilitätsministerin Petra Berg bleibt das Angebot dennoch ein Meilenstein: Das Deutschlandticket sei und bleibe „der wichtigste verkehrspolitische Fortschritt dieses Jahrzehnts“.

Neu ist vor allem, wie sich der Preis künftig entwickelt. Erstmals folgt die Anpassung einem festen Preisindex, auf den sich Bund und Länder verständigt haben. Dahinter steckt ein transparenter Mechanismus, der jährlich greift und die Kosten der Verkehrsunternehmen für Personal, Energie und allgemeine Ausgaben abbildet. Berechnet wird die Formel von der D-TIX, einer Serviceeinrichtung der Branche. Die Verkehrsministerkonferenz hatte das Modell bereits im März 2026 einstimmig beschlossen.

Berg sieht in dem Index einen Gewinn an Verlässlichkeit. „Mit dem neuen Preisindex gibt es künftig mehr Planbarkeit bei der Preisentwicklung“, sagte die Ministerin. Gleichzeitig mahnte sie, die Folgen weiterer Erhöhungen genau zu beobachten. „Entscheidend bleibt aber, genau im Blick zu behalten, wie sich weitere Preissteigerungen auf die Attraktivität und die Nutzung des Tickets auswirken.“ Bezahlbare Mobilität bleibe ein wesentlicher Maßstab. Ab 2028 soll der Index zudem eine wachsende Nachfrage preisdämpfend einrechnen.

Für das Saarland zieht Berg daraus eine klare Linie: „Bezahlbare Tickets und ein besseres Angebot gehören zusammen.“ Das Land setze deshalb gezielt auf Entlastungen und baue den öffentlichen Nahverkehr weiter aus. Ein Beispiel ist das Junge-Leute-Ticket, dessen Preis 2027 zwar von 44,40 auf 48,20 Euro klettert. Weil das Land jedoch monatlich 18,60 Euro zuschießt, bleibt es bundesweit gültig und für junge Menschen weiterhin günstiger als das Landes-Schülerabo bei Einführung der Tarifreform im Jahr 2021.

Auch Berufstätige und Studierende sind von den Änderungen betroffen. Wer über den Arbeitgeber ein mit mindestens 25 Prozent bezuschusstes Jobticket erhält, bekommt zusätzlich fünf Prozent Rabatt von den Verkehrsunternehmen. Der Höchstpreis dafür steigt ab Januar von 44,10 auf 46,76 Euro. Studierende im Solidarmodell profitieren von 40 Prozent Nachlass; ihr Semesterticket verteuert sich wegen des nötigen Vorlaufs erst zum Wintersemester 2027/28 von 37,80 auf 40,08 Euro.

Über die Preisgestaltung hinaus verweist die Ministerin auf weitere Vorhaben im Land. Der Nahverkehr an den Adventssamstagen bleibe saarlandweit kostenlos. Zudem arbeite die Landesregierung an besseren Verbindungen, barrierefreien Haltepunkten und einem künftigen S-Bahn-Konzept. Für Berg ist damit klar, dass günstige Tarife und ein ausgebautes Angebot Hand in Hand gehen müssen.

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