Gabriele Regina Overwiening kritisiert die geplanten Gesundheitskioske scharf. Die Präsidentin der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, sagte anlässlich der Eröffnung des Deutschen Apothekertags: „Die Vergütung der Apotheken vor Ort befindet sich seit Jahren im Sinkflug. Nahezu zeitgleich kündigt die Politik eine Investitionsbereitschaft von 750 Millionen Euro pro Jahr für den Aufbau von sogenannten Gesundheitskiosken an, in denen Menschen gesundheitliche Versorgungen und soziale Betreuung erhalten sollen. Statt in die Etablierung einer überflüssigen Parallelstruktur so viel Geld zu investieren, wäre es klüger, bestehende, niederschwellige Strukturen wie Apotheken zu stärken. Ich teile hier die Einschätzung der verfassten Ärzteschaft: Mit der Einrichtung von Gesundheitskiosken wird Geld verbrannt, das in der bestehenden Struktur dringend gebraucht wird!“

Overwiening verwies auch auf die außerordentliche Kosteneffizienz der Apotheken „Die Apotheken beanspruchen gerade einmal 1,9 Prozent der Gesamtausgaben der gesetzlichen Krankenkassen. Im Jahr 2005 lag dieser Anteil noch bei gut 2,8 Prozent. Weitere Kürzungen, wie sie im GKV-Finanzstabilisierungsgesetz vorgesehen seien, sind deshalb weder angemessen noch realisierbar.“

Der Deutsche Apothekertag vom 14. bis 16. September 2022 steht unter dem Schwerpunktthema „Klimawandel, Pharmazie und Gesundheit“. An der Hauptversammlung der deutschen Apothekerinnen und Apotheker nehmen rund 350 Delegierte der Apothekerkammer und -verbände der Bundesländer teil.

Weitere Informationen unter www.abda.de

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