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Fast 4.000 neue Lehrkräfte braucht das Saarland bis zum Jahr 2035 – doch ein tragfähiger Plan, wie diese Stellen besetzt werden sollen, fehlt nach Ansicht der CDU-Landtagsfraktion bis heute. Der Rechnungshof hat diese Kritik nun mit einem eigenen Sonderbericht zur Lehrergewinnung untermauert, der am Montag vorgestellt wurde.

Für Jutta Schmitt-Lang, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der CDU, ist das eine späte Bestätigung. Der Rechnungshof benenne „in bemerkenswerter Deutlichkeit“ genau jene Versäumnisse, die ihre Fraktion seit Jahren anprangere. Dem Bildungsministerium, so ihr Vorwurf, fehle nach wie vor ein schlüssiges Gesamtkonzept, um die Unterrichtsversorgung dauerhaft zu sichern.

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Besonders schwer wiegt aus Sicht der Christdemokraten der Wettbewerb der Bundesländer um qualifizierte Lehrkräfte. Hier falle das Saarland immer weiter zurück. Andere Länder agierten schneller, flexibler und attraktiver, setzten auf moderne Bewerbungsverfahren und eine gezielte Nachwuchsgewinnung. „Im Saarland fehlt bis heute eine überzeugende Gesamtstrategie“, so Schmitt-Lang.

Die CDU verweist darauf, dass sie eigene Lösungsansätze längst vorgelegt habe. Als konkretes Beispiel nennt Schmitt-Lang einen eigenen Studiengang für Sonderpädagogik, mit dem sich mehr Förderschullehrkräfte ausbilden ließen. Angesichts des akuten Fachkräftemangels sei diese Forderung aktueller denn je.

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Scharfe Worte findet die Bildungspolitikerin auch für die Prioritäten der Landesregierung. Unter der Zuständigkeit der SPD wachse vor allem der Verwaltungsapparat, während die Fachreferate für die einzelnen Schulformen zusehends beschnitten würden. „Das passt nicht zusammen“, kritisiert sie. Auch bei der Rückkehr zu G9 zeigten sich die Folgen zu lange aufgeschobener Personal- und Strukturentscheidungen.

Hinzu komme die ungelöste Frage einer verfassungskonformen Besoldung, auf die auch der Rechnungshof hinweise: Das Saarland müsse im Vergleich zu anderen Ländern attraktiv bleiben. Konkrete Antworten bleibe die Regierung Rehlinger nach Darstellung der CDU jedoch weiterhin schuldig.

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Schmitt-Langs Fazit fällt entsprechend ernüchtert aus. Das Land brauche endlich eine strategische Schulentwicklungsplanung und eine konsequente Fachkräfteoffensive. Ihr Vertrauen in einen Kurswechsel unter der amtierenden Regierung sei aufgebraucht: „Dafür braucht es nach der Landtagswahl 2027 einen echten Neustart in der saarländischen Bildungspolitik.“

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